Text-Bild-Ansicht Band 1

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unschädlich; in diesem Falle, sofern blos minder gute Ingredienzien anstatt der kostbarern und ächten gewählt werden, drohet unserer Gesundheit keine Gefahr, wenn auch unsere Börse leidet. Dahin gehört die Bereitung des nachgemachten Pfeffers, die Fälschung des Senfs, Weinessigs, Rahms. Andere dagegen sind sehr schädlich, wie das Fälschen des Biers, der Weine, geistigen Getränke, Salzbrühen, Salat und der gleichen.

Es giebt besondere Chemiker, welche einen regelmäßigem Handel mit solchen Ingredienzien oder heillosen Präparaten treiben, und mit denselben gewissenlose Brauer, die Porter oder Ale bereiten, versehen; andere leisten dergleichen Dienste den mit Wein oder geistigen Getränken Handelnden; noch andere den Gewürzkrämer oder Oelhändlern. Diese Menschen treiben die Sache im Geheimen oder unter irgend einer täuschen den Firma mit der vorgeblichen Anzeige eines schönen gesezmäßigen Unternehmens.

Ihre unerlaubten Geschäfte haben die Ordnung und Art eines regelmäßigen Handels angenommen; man spricht dabei auch von Kunst, von Geheimniß; denn die Hülfsarbeiter, welche dabei gebraucht werden, kennen oft die Gegenstände, die durch ihre Hand gehen, eben so wenig, als den Zweck, wozu sie verwendet werden.

Um die Wachsamkeit der Untersuchenden zu täuschen, und die Forschungen der Accisebeamten zu vereiteln, auch das Geheimhalten dieser Mysterien zu sichern, wird die Operation unter die verschiedenen Arbeiter getheilt und unterabgetheilt; auch wird deswegen die Bereitung selbst in mehreren Etablissements besorgt. Die Aufgabe, das Verhältnis der Ingredienzien für den Gebrauch zu bestimmen, ist einem Einzigen gegeben, während die Zusammensezung und Bereitung derselben einen besonderen Geschäftstheil ausmacht, und einem andern Arbeiter übertragen ist.