Text-Bild-Ansicht Band 1

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Die meisten Artikel werden dem sie Verbrauchenden m einer versteckten oder solchen Gestalt überreicht, daß ihre wahre Beschaffenheit von dem Unkündigen unmöglich entdeckt werden kann. Dahin gehört der Extrakt von coculus indicus, welchen die Fabrikanten als Walz-Liqueur gebrauchen, um dem Porter oder Ale eine berauschende Kraft zu geben; man kauft den Extrakt auf dem Markte unter dem Namen: schwarzer Extrakt er ist scheinbar für den Gebrauch der Gärber und Färber bestimmt. Man bereitet ihn durch Kochen der Beere des coculus indicus in Wasser, welches durch die nachfolgende Abdampfung in eine steife, schwarze, zähe Masse verwandelt wird, und in hohem Grade die narkotische und berauschende Eigenschaft der giftigen Beere, aus der sie bereitet wurde, behält. Eine andere Substanz, ein Extrakt von Quassia und Liquirizensaft wird von betrügerischen Brauern angewendet, um Malz und Hopfen zu sparen; technisch heißt sie multum 131).

Die Quantitäten der indischen Coculus-Beeren und des sogenannten schwarzen Extraktes, welche zur Fälschung des Malz-Liqueurs eingeführt werden, sind ungeheuer. Es bildet dies einen ansehnlichen Handlungszweig, der sich in den Händen einiger wenigen Mäkler befindet. Mag es sonderbar scheinen, noch hat wegen des Gebrauches dieser Waare von Seite der Accisebeamten keine Untersuchung statt gehabt. So giebt es auch manche andere zur Fälschung des Biers, Ale und geistigen Getränke angewendete Stoffe, die man absichtlich versteckt hält; eine bedeutende Zahl jener Personen,

131)

Nach den Times vom Mai 1818 wurde ein Brauer, welcher solches multum und Vitriol besaß, zu einer Geldbuße von 200, und ein anderer, der capsicum (spanischen Pfeffer), Vitriol gebrauchte, in die Strafe von 20, dann 200, und wieder 200 Pfund verurtheilt.