Text-Bild-Ansicht Band 1

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so bildet sich ein Präzipitat; reine Magnesia dagegen löst sich ganz auf.

Kalzinirte Magnesia trifft man selten rein an. Man kann sie auf dieselbe Art wie gewöhnliche Magnesia untersuchen. Sie darf mit verdünnter Schwefelsäure durchaus nicht brausen; auch wird, wenn Magnesia und die Säure in einer Waagschale vereinigt werden, bei der Zusammenmischung keine Gewichtsverminderung eintreten. Die kalzinirte Magnesia ist übrigens sehr selten so rein, daß sie sich in verdünnter Schwefelsäure ganz auflöst; sie läßt immer einen geringen unauflöslichen Rückstand zurück, welcher hauptsachlich aus Kieselerde, die von dem zu ihrer Bereitung gebrauchten Kali herrührt. Wird die Auflösung der Magnesia in Schwefelsäure stark mit Wasser verdünnt, so darf sich bei einem Zusaz von kleesaurem Ammonium kein Präzipitat bilden.

Die Aechtheit des Calomels kann man dadurch prüfen, wenn man einen Theil mit 1/32 von salzsaurem Ammonium in zehen Theilen destillirtem Wasser kocht. Wird zu der filtrirten Auflösung kohlensaures Kali gegossen, so darf keine Präzipitation erfolgen, wenn das Calomel rein war.

XXXVI. Verzeichniß der im Jahre 1820 in England ertheilten Patente auf neue Erfindungen133).

(Fortsezung.)

Markus Isambard Brunel, von Chelsea Middlesex, Ingenieur, auf gewisse Verbesserung bei Bereitung der Stereotyp-Platten. Den 25. Januar 1820.

133)

Philosophical Magazine by Tilloch. February 1820. Die nämliche Liste befindet sich gleichheitlich im Repository of Arts etc. No. CCXIV. März 1820