Text-Bild-Ansicht Band 76

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Scheiben die Räume zwischen den Speichen ganz auf dieselbe Weise ausgeschlagen, wie bereits in Fig. 1 gezeigt wurde.

Die Felge besteht aus Segmenten eines dünnen Eisenbleches von der in Fig. 27 angedeuteten Form, in welche die Löcher a, a geschlagen sind. Die Nabe besteht aus den aus dünnem Eisenbleche ausgeschlagenen kreisrunden Stüken Fig. 28. Bei der Zusammenstellung dieser Räder sollen die beiden äußeren durchlöcherten Platten so angebracht werden, daß die Speichen die Löcher einer jeden Platte durchschneiden. Zugleich verbinde ich die beiden Platten durch die diagonal laufenden Stäbe c, c, welche den Platten als Stüze dienen und sie auch in gehöriger Entfernung von einander halten.

Die Kreissegmente, welche die Felge zu bilden haben, und die kreisrunden Stüke, welche die Nabe bilden, werden nun zwischen den beiden äußeren ausgeschlagenen Scheiben b, b auf einander gelegt; und wenn hierauf, um die Scheiben in der ihnen angehörigen Stellung zu erhalten, kleine eiserne Zapfen in die Löcher a, a gestekt worden, so bringt man das Ganze in den Schweißofen, um alle seine Theile durch Schweißung zu verbinden. Fig. 29 zeigt ein solches Rad in einem Durchschnitte.

Eine weitere meiner Verbesserungen im Baue der Räder erhellt aus Fig. 30 und 31. In diesen Figuren sieht man, daß die Felge aus einem massiven Eisenstabe, an dessen Umfang der Randkranz gebildet ist, besteht. Diese Felge ist mit der Nabe durch ein Paar oder durch mehrere spiralförmig gewundene Federn a, a, die mit dem einen Ende an die Felge, mit dem anderen an die Nabe angeschweißt sind, verbunden. Ein auf diese Weise gebautes Rad, das statt der Speichen Federn von solch' eigenthümlichem Baue hat, wird die Erschütterungen, welche eintreten, wenn der Wagen über die Unebenheiten einer Straße läuft, vielmehr vermindern, als dieß der Fall ist, wenn die Federn auf den Achsen des Rades aufruhen. Der bewegliche Kasten läßt sich auch viel stätiger und besser befestigen, wenn die Federn nicht aus den Rädern, sondern innerhalb derselben angebracht sind. Derlei Räder eignen sich besonders für Locomotiven und Eisenbahnwagen, da bei ihnen die Unvollkommenheiten der Schienen-Verbindungen viel minder fühlbar werden, so daß die in den Wagen Fahrenden wenig oder gar keine Erschütterungen empfinden. Da die Federn sowohl einer horizontalen als verticalen Bewegung theilhaftig sind, so wird die Bewegung des Wagenzuges kaum fühlbar seyn.

Der zweite Theil meiner Verbesserungen in der Verfertigung der Räder beruht auf der Anwendung einer Maschine, wie sie aus dem seitlichen Aufrisse Fig. 32, und aus dem Grundrisse Fig. 33 zu sehen ist. Es ist dieß nämlich eine Ausschlagmaschine, welche zum Ausschlagen