Text-Bild-Ansicht Band 76

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einem Register c versehen, welches zur Regulirung der Hize dient. d ist eine kreisrunde Platte, die aus Eisen und feuerfesten Ziegeln bestehen kann, und auf der Welle e angebracht ist. Auf diese Platte müssen nun die Räder oder vielmehr die oben beschriebenen Bestandtheile derselben gelegt werden, worauf man die Platte mit Hülfe der Winkelräder f, f und der Treibwelle g langsam umtreibt, damit jeder Theil gleichmäßig der Einwirkung der Hize ausgesezt wird. Wenn das Rad in dem Ofen die gehörige Schweißhize bekommen hat, wird es mit einem Stößer oder einem anderen dazu tauglichem Werkzeuge, welches von oben bei dem kegelförmigen Loche h eingeführt wird, geschlagen oder gestoßen, und auf solche Art eine theilweise Schweißung seiner einzelnen Theile bewirkt. Ein anderes passendes Werkzeug wird durch horizontale Oeffnungen, die sich an den Seiten des Ofens befinden, eingeführt; und dieses Werkzeug wirkt, wenn es nach Art einer gewöhnlichen Schere plözlich geöffnet und geschlossen wird, an entgegengesezten Punkten auf die Felge, wodurch beim Umlaufen des Rades auf der Platte d, d die Schweißung der Speichen an die Felge befördert wird. Wenn das Rad somit theilweise geschweißt worden, und sich auf einem zu seiner Vollendung geeigneten Hizgrade befindet, so läßt man es auf den Schienen oder Führern i, i in die Form k herabgleiten, wie man in Fig. 38 sieht. Ist es daselbst angelangt, so läßt man, indem man das Ende der Kette m losläßt, plözlich das Gewicht l darauf herabfallen. Dieses Gewicht muß so lange fort aufgezogen und wieder herabgelassen werden, bis die Schweißung gänzlich vollbracht ist. Wie man sieht, ist das Gewicht oder der Bok l mittelst der Glieder n, n an der Kette m aufgehängt. Seine senkrechte Bewegung ist durch die Reibungsrollen o, o, welche an den Säulen auf- und nieder laufen, verbürgt. Die Verzahnung q, und die Getriebe r, r dienen dazu, den Mittelzapfen s in die Nabe des Rades zu heben, wodurch dieses in der Form k genau in seiner Stellung gehalten wird. Es ist klar, daß wenn man den Schweißproceß beendigen wollte, ehe das Metall der atmosphärischen Luft ausgesezt wird, dieß leicht dadurch bewerkstelligt werden könnte, daß man das Gewicht oder den Bok in die Wände des Ofens einsezt, und es durch eine in dem Scheitel des Ofens anzubringende Oeffnung emporhebt oder herabläßt. Wenn sich der Randkranz oder der äußere Umfang des Rades abnüzt, oder durch den längeren Gebrauch schadhaft geworden ist, so kann man in diesem Apparate sehr leicht einen gewöhnlichen Randkranz oder Radreifen an jedes alte Rad schweißen, was gewiß besser ist, als wenn man einen solchen Reifen bloß durch heißes Anlegen oder durch Nietungen befestigt.