Text-Bild-Ansicht Band 76

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des Hebels an die Spule jeder Druk auf denselben ausgeübt werden, ohne daß man den Hebel auf die Oberfläche der Spule wirken zu lassen braucht.

Das Stirnrad k, welches in ein an der Welle c angebrachtes Getrieb eingreift, wird mit der Kardir- oder Vorspinnmaschine, mit der dieser verbesserte Spulenrahmen in Zusammenhang steht, in Verbindung gesezt. Durch die an der Welle c befindlichen Getriebe m und durch das an der Welle b befindliche Rad n erhält die Welle b und mithin auch die Walze oder Trommel f ihre Umlaufsbewegung; und durch die Berührung, in welcher leztere mit der Spule e steht, wird diese so umgetrieben, daß der von dem Hebel j herbeigeführte Wikler auf sie aufgewunden wird. Damit dieses Aufwinden jedoch in spiralförmigen Touren erfolge, ist der ganze Wagen d, d mit der Spule e und der Walze f an den Wellen b, c in erforderlichem Maaße verschiebbar. Bewerkstelligt wird diese Verschiebung durch das an dem Ende der Spulenspindel angebrachte Getrieb o, welches in ein Stirnrad p eingreift, das an der Seite des verschiebbaren Wagens d an einem Zapfen aufgezogen ist. An diesem lezteren Rade befindet sich das Winkelgetrieb q und dieses greift in ein ähnliches, an dem obern Ende der Welle r angebrachtes Winkelgetrieb. An dem untern Ende der Welle r ist ferner ein Getrieb s angebracht, welches in eine Verzahnung t eingreift, die vorne an dem Maschinengestelle a, a festgemacht ist. Durch das Umlaufen der Welle r und des in die Verzahnung t eingreifenden Getriebes s wird also der Wagen d mit der Spule und den übrigen Theilen vor dem trompetenförmigen Führer i und den den Wikler abgebenden Walzen hin und her geschoben, so daß der Wikler vermöge dieser seitlichen Bewegungen und der oben beschriebenen rotirenden Bewegung von einem Spulenende zum anderen in gleichförmigen Spiralwindungen auf die Spule aufgewunden wird.

Da die Spule in Folge ihrer Reibung an der Trommel f umgetrieben wird, so muß sie, wenn der Wikler aufgewunden zu werden beginnt und wenn daher ihr Durchmesser ein kleinerer ist, viel rascher umlaufen, als wenn die Spule beinahe voll geworden. Es ergibt sich hieraus eine sich selbst adjustirende Oifferentialbewegung, durch welche die Aufnahmsgeschwindigkeit der Spule dem steigenden Durchmesser derselben angepaßt wird, während die Abgabe des Wiklers von der Kardir- oder Vorspinnmaschine stets eine und dieselbe bleibt. Da die Spindel der Spule in dem Wagen in den krummlinigen Fenstern oder Spalten u läuft, so kann die Spule in dem Maaße, als sie sich füllt emporsteigen, ohne daß das an ihrem Ende befindliche Getrieb o in das Stirnrad p einzugreifen aufhörte.