Text-Bild-Ansicht Band 75

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Mündung c in ein an dieser angebrachtes Gefäß abläuft. In diesem Falle muß, wie sich von selbst versteht, der Ofen beseitigt werden.

Bei meinen noch im Gange befindlichen Versuchen ist der erste Punkt, auf den ich meine Aufmerksamkeit richte, die Bestimmung des Verhältnisses zwischen dem flüchtigen und fixen Bestandtheile, den ein Brennstoff, wie z.B. Pechkohle, gibt, wenn man ein bestimmtes Gewicht desselben in einer Retorte oder in einem bedekten Tiegel einer lebhaften Rothglühhize aussezt. Aus diesem Versuche ergibt sich, in welchem Maaße die Kohle eine flammende oder Gaskohle ist, und welche Quantität Kohks sie geben kann.

Der zweite Punkt betrifft die Heizkraft des Brennmateriales, welche durch die Zahl der Grade, um welche die in der Wanne enthaltenen 600 oder 1000 Pfd. Wasser durch die Verbrennung von einem Pfunde desselben gesteigert werden, bestimmt wird, wobei jedoch das Kupfer der Wanne mit in Anschlag zu bringen ist.

Meine Versuche waren bisher hauptsächlich auf Vergleichung der Heizkräfte des Walliser Anthracites, der Steinkohle von Llangennoek und einiger anderer Steinkohlen gerichtet. Ich habe gefunden, daß der Anthracit, wenn man ihn auf eine eigenthümliche Weise und mit einem kleinen Beisaze von anderen Steinkohlen brennt, wenigstens um 35 Proc. mehr Wärme gibt, als die Steinkohle von Llangennoek, die doch von vielen für das am besten für die Dampfschifffahrt geeignete Brennmaterial gehalten wird. Ein halbes Pfund Anthracit erhizt, wenn es in dem oben beschriebenen Apparate verbrannt wird, 600 Pfd. Wasser bei einer Temperatur der Luft von 66° F. um 10° F., d.h. von 62 auf 72°. Die Wärmeleitungsfähigkeit der umgebenden Luft erzeugt weder dadurch, daß sie dem Wasser Wärme entzieht, noch auch dadurch, daß sie Wärme an dasselbe abgibt, einen Irrthum in dem Versuche. Es scheint demnach, daß ein Pfund Anthracit durch seine Verbrennung 12,000 Pfd. Wasser um einen Grad zu erhizen vermag, weßhalb ich dessen Heizkraft der Kürze halber durch 12000 Einheiten ausdrüken will. Ein Pfund Steinkohle von Llangennoek gibt, wenn es unter gleichen Umständen verbrannt wird, nur 9000 Einheiten. Ein Pfund Holzkohle gibt, wenn sie der Luft ausgesezt gewesen, durch Verbrennung 10,500 Einheiten; doch steigert sich diese Zahl bedeutend, wenn vorher die Feuchtigkeit, die sie in so großer Menge aus der Luft anzieht, aus ihr ausgetrieben worden. Ein Pfund Steinkohle von Lambton's Wall's-end gibt 8500 Einheiten.

Man darf nicht vergessen, daß eine Steinkohle, die bei ihrer Verbrennung viel gekohltes Wasserstoffgas und Wasser erzeugt, nicht so viel Wärme gibt, als eine Kohle, die eben so reich an Kohlenstoff ist, aber weniger Gas erzeugt; denn bei der Erzeugung von gekohltem