Text-Bild-Ansicht Band 75

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höheren als den in der Zeichnung ersichtlichen Stand bekommt. Hiedurch wird der Raum zwischen der Wasserfläche und dem Dekel der Röhre i¹ verengert werden, wodurch die Luftmenge, die innerhalb einer bestimmten Zeit dem Feuer zuströmt, vermindert und die Temperatur mithin erniedrigt wird.

In die Röhre i ist eine Glasplatte m eingesezt, durch welche ich zu jeder Zeit den Stand des Wassers beobachten kann. Durch Beobachtung der Temperatur, welche durch Füllung des Gefäßes i¹ bis zu einer bestimmten Höhe hervorgebracht wird, und durch Beobachtung der Temperatur, welcher der unter solchen Umständen stattfindende Luftzufluß entspricht, bekommt man für die Glasplatte m eine Scala, welche andeutet, bis zu welcher Höhe das Gefäß i¹ mit Wasser gefüllt werden muß, wenn dem Ofen dieser oder jener Temperaturgrad gegeben werden soll. Die gewünschte Höhe des Wassers läßt sich stets herstellen, theils indem man den Cylinder a auf die oben angegebene Weise mit Wasser füllt, theils indem man bei einem dazu bestimmten Hahne Wasser aus demselben abläßt.

An dem Boden des Ofens befindet sich ein mit Wasser gefülltes Beken, welches einen wasserdichten Verschluß des Ofens bildet. o, o sind durchlöcherte Platten, welche als Filter dienen, so daß keine Unreinigkeiten mit dem Wasser eintreten können. Ich fand diese Art von luftdichtem Verschlüsse sehr vorteilhaft und zwekmäßig; doch kann man auch auf andere Weise einen solchen herstellen, ohne daß die Luft anderswo als bei der Röhre i Zutritt hätte. Das Wasserbeken n läßt sich, wie in der Zeichnung durch punktirte Linien angedeutet ist, leicht höher oder tiefer stellen. Der ganze Ofen ist mit einem oben und unten offenen Gehäuse oder Mantel umgeben, so daß die Luft beständig von Unten nach Aufwärts circulirt, dadurch erwärmt wird, und erwärmt in das Gemach, in welchem sich der Ofen befindet, übergeht.

In Fig. 36 sieht man die Röhre i, i¹ einzeln für sich abgebildet.

Fig. 37 ist ein Grundriß und Durchschnitt des an dem oberen Theile des Ofens angebrachten Wasserbehälters g.

Fig. 38 ist ein Grundriß des Ofens.

Fig. 39 ein Durchschnitt desselben.

Ich will nunmehr eine andere Vorrichtung angeben, vermöge welcher die Ausdehnung des Wassers die dem Feuer zuströmende Luftmenge regulirt. In Fig. 40, 41 und 42 ist nämlich a, a ein Theil eines Ofens, welcher dem in Fig. 35 abgebildeten ähnlich ist. i ist die Luftzuführungsröhre, welche hier mittelst eines Ventiles q spielt. Dieses Ventil ist nämlich an Drähten r aufgehängt, die, wie die Zeichnung andeutet, mit dem aus Kork oder irgend einem anderen