Text-Bild-Ansicht Band 75

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speisen und solche an die mit Tuch überzogenen Walzen 10, 10 abgeben. Ueber diese Walzen passirend, nehmen die Chassis, deren Boden aus Wollenzeug besteht, die geeignete Menge Farbe auf, welche durch die Bürsten 11, 11 ausgebreitet wird. Man kann mehr oder weniger Farbe geben, indem man die Walzen 12, 12 mehr oder weniger in den Trog tauchen läßt, was leicht ist, weil die Lager dieser Walzen am Ende eines um seinen Stüzpunkt beweglichen Hebels befestigt sind; die Tröge E sind fix und können in ihrer Lage mittelst Drukschrauben 15 regulirt werden.

6) Der Regulator oder Leitungsapparat, welcher den zu bedrukenden Zeug gehörig abzugeben hat. Die Bewegung dieses Zeuges ist keine fortwährende, sondern muß nothwendig so oft unterbrochen werden, als der Zeug genau um die Breite des gestochenen Models vorzuschreiten hat, und diese Breite ist natürlich nach dem Rapport der Muster eine verschiedene.

Deßwegen stehen die Achsen der an dem Druktisch B befestigten Walzen 2, 2, 2 aus diesem Tisch hervor; sie sind mit vier Rädern 16, Fig. 1, versehen, die alle eine gleiche Anzahl Zähne haben und ihre Bewegung von einem Mittelrad 17 empfangen, welches auf einem am Gestell fixirten Zapfen aufgesezt ist; dieses Rad befindet sich hinter einem anderen Rad 18, das eine Wechselbewegung von einer geraden Zahnstange erhält, die in einem Stük 19 befestigt ist, welches abwechselnd steigt und fällt, weil es an einem der Speichen des Rades 20 angehängt ist, so daß es eine Kurbel bildet. Indem man den Lauf dieses Stükes, nämlich die Lage des Anhängepunktes, abändert, bewirkt man, daß mehr oder weniger Zähne von dem Rade 18 mitgeführt werden, wodurch sich also der Lauf des Zeuges verändern läßt. Eine Sperrvorrichtung 21, welche man in Fig. 6 besonders sieht, regulirt jedesmal den Gang, und damit kein Zurüklaufen Statt findet, bietet den nöthigen Widerstand eine Bremse dar, welche aus einer auf der Achse des Rades 18 aufgesezten Scheibe und einem Messingdraht besteht, der anderthalb bis zweimal darüber geht und dann durch das Gewicht 22 gespannt wird.

7) Das endlose wollene Druktuch, das Doublier (Unterlagtuch) und die zu deren Aufnahme erforderlichen Stüke.

Das endlose Druktuch F umschlingt eine Walze 23, welche mit hervorstehenden Spizen versehen ist, damit die verschiedenen darüber weggehenden Zeuge nicht abgleiten können; das Druktuch geht beim Hinabsteigen über eine mit Tuch überzogene Leitwalze 24, welche es vollkommen ausbreitet, so daß es leine Falte behält; von da legt es