Text-Bild-Ansicht Band 75

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sich auf eine Walze 25 auf und umfängt dann den Tisch B, indem es sich auf die vier, ebenfalls mit Spizen versehenen Walzen 2, 2, 2, 2 auflegt; von diesen steigt es wieder gegen die Walze 23 auf, von welcher es herabgelangt war. Um das endlose Druktuch immer in gleicher Spannung zu erhalten, ist die Walze 23 senkrecht auf ihre Achse mittelst zweier Stellschrauben 26 beweglich.

Das Doublier 27 besteht ebenfalls aus einem endlosen groben Wollentuche oder starken Wollenzeuge; es geht durch die feststehenden Stäbe 28, 28, welche es ausspannen und vereinigt sich dann auf der Walze 25 mit dem endlosen Druktuche F, geht mit diesem über die Walzen 2, 2 und steigt sodann mit ihm wieder zur Walze 23 hinauf.

Die zu bedrukende Waare ist auf die Walze H aufgerollt und wird durch die Stäbe, worüber sie geht, so ausgebreitet, daß sie alle Falten verliert; sie gelangt dann an die Walze 25, vereinigt sich daselbst mit dem Doublier 27 und dem endlosen Druktuch F, läuft hierauf mit diesen fort, indem sie so die drei Seiten des Tisches B umfängt und steigt auch mit ihnen bis zur Walze 23 hinauf, von der aus sie in die Troknenstube gelangt oder in Körbe fällt.

Die Maschine wird durch einen Mann in Bewegung gesezt, welcher eine am Schwungrad der Welle 5 befestigte Kurbel treibt; diese Kurbel theilt die Bewegung geradezu dem Schlitten C'' mit und durch die Räder 34, 35 und die Zwischenräder 36 und 37 auch den zwei anderen Schlitten. Das Chassis erhält seine Bewegung durch das an der Treibwelle 5 angebrachte Excentricum. Lezteres sezt die Welle 38 in Bewegung, welche durch Schiebstangen, die mit den Chassis verbunden sind, sie alle drei vorwärts schiebt; der Regulator oder Leitungsapparat endlich bewegt sich durch das Rad 20, auf dessen Achse sich das Excentricum (der Rahmen mit Zahnstange) 19 befindet.

Dieses sind nun die Hauptbestandtheile der Maschine, deren Gang wir jezt näher beschreiben wollen.

Sobald eine Drukform (was bei allen drei zugleich geschieht) auftippte, finden drei Bewegungen auf einmal Statt: die zu bedrukende Waare schreitet um eine Modelbreite vor und mit ihr das endlose Druktuch und das Doublier.

Der Arbeiter an der Maschine treibt die Kurbel gleichförmig.

Die Chassis D nehmen die in Fig. 3 ersichtliche Stelle ein und sezen sich in Bewegung; das Chassis D steigt nämlich hinab, das Chassis D'' hinauf und das Chassis D' schreitet von der Linken zur Rechten vor. Während dessen gehen die Schlitten C, C', C'' zurük,