Text-Bild-Ansicht Band 71

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selbst zuerst in Bewegung gesezt, auch die Fortsezung oder seine eigentliche Weiterschiebung augenbliklich durch den Regulator ohne schädlichen Stoß vollführt wird, da der gebogene Hebel ungefähr wie eine Feder wirkt. Hiedurch erlangt man besser als früher das wünschbare gleiche Strömen des Aufschlagewassers und dem dabei etwa noch vorhandenen Mangel wird der schädliche Einfluß durch die Zwischenkunft des Windkessels gänzlich benommen.

„Hinsichtlich der erwähnten gezogenen Bleiröhren bemerke ich, daß ihre Haltbarkeit weit größer ist, als bei gegossenen, und dieserhalb sowohl als wegen ihrer Biegsamkeit und leichten Vereinigung durch Löthung ist ihre Anwendung bei Pumpenwerken schon sehr ausgebreitet, und in starker Zunahme, selbst bei Einrichtungen, wo die angewandte Pressung weit größer ist, als die hier Statt findende.

„Ich habe Schitko's Balancirrad statt der übrigens vortheilhafteren Balanciers beibehalten, weil die Maschine dabei weniger Plaz gebraucht und daher leichter in der beliebigen Richtung in der Grube aufgestellt werden kann.“

So weit der Bericht und die Beschreibung des Hrn. Steenstrup über seine Maschine. Ob sich etwas und was sich gegen einzelne Raisonnements hinsichtlich der gewählten Abweichungen von früheren Maschinen der Art einwenden läßt, will ich der Beurtheilung sachverständiger Leser anheimstellen. Nachfolgend sey mir gestattet, nur noch das Hauptsächlichste anzuführen, was wir bei Abhaltung der oben erwähnten Commission über jene Maschine gutachtlich geäußert haben, wobei natürlich alle für ein größeres Publicum uninteressanten Details übergangen werden.

Die Wassersäulenmaschine des Hrn. Director Steenstrup unterscheidet sich fürs Erste dadurch von anderen uns bekannten Maschinen der Art, daß ihre Kraftcylinder mit einer Liederung wie bei der Brahma'schen Presse versehen sind, und daß der in dieser Liederung sich bewegende Kolben aus einem Cylinder fast von der Höhe des Kraftcylinders besteht. Diese neue Construction scheint den Vortheil darzubieten, daß die Liederung mit größerer Leichtigkeit dicht gehalten werden kann, und daß wenigstens die Kraftcylinder, welche kaum ausgebohrt zu werden brauchen, weit leichter und billiger zu erhalten seyn möchten. Es kömmt uns daher vor, als verdiene die Anwendung dieser Einrichtung bei der Brahma'schen Presse auf Wassersäulenmaschinen Empfehlung: denn daß die Brahma'sche Liederung den hier in Frage kommenden Druk nicht sollte aushalten können, läßt sich zu Folge der bekannten Erfahrungen bei jener Presse nicht befürchten.

Ferner zeichnet sich diese Maschine durch ihren eigenthümlichen