Text-Bild-Ansicht Band 68

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23. Die hienach angestellten Berechnungen haben dargethan, daß sich die Unterhaltungskosten und Reparaturen der zum Betriebe dieser Bahn erforderlichen Locomotiven jährlich auf 23,000 Pfd. Sterl. belaufen dürften, während die stehenden Maschinen nur einen Aufwand von 11,000 Pfd. mit sich bringen, wozu jedoch noch 1000 Pfd. für Unterhaltung der Taue geschlagen werden müssen. Die Unterhaltung der Bahn würde mit stehenden Maschinen jährlich um 1500 Pfd. weniger kosten, als mit Locomotivmaschinen, so daß sich also im Ganzen zu Gunsten des stehenden Systemes eine Summe von jährlich 12,500 Pfd. Sterl. ergibt.

24. Die Herstellung der stationären Maschinen mit den dazu nöthigen Gebäuden kommt auf 25,000 Pfd. Sterl., der Ankauf von 10 kräftigen Locomotiven mit Herstellung der Wasserstationen, Reparirschoppen etc. hingegen berechnet sich auf 20,000 Pfd. Sterl., zu welch lezterer Summe aber übrigens auch noch die Kosten der Aufwindmaschine an den West-India-Doks zu schlagen sind.

III. Relative Baukosten des Viaductes und der Bahn.

25. In dieser Hinsicht müssen wir, bevor wir auf einen vergleichsweisen Kostenanschlag eingehen, einiger, einem jeden der beiden Systeme zukommender Eigenthümlichkeiten erwähnen.

26. Die Locomotivmaschinen erheischen, welche Kosten auch damit verbunden seyn mögen, wenn sie nüzlich arbeiten und wenn deren Unterhaltungskosten nicht bedeutend steigen sollen, eine solche Modificirung und Verminderung der Gradienten, daß sie einen gehörigen Nuzeffect geben können. Bei den stationären Maschinen hingegen ist eine bedeutende Modificirung der Gradienten möglich, ohne daß deren Leistung beeinträchtigt wird. Wir verweisen als Beispiel abermals auf die London-Birmingham-Eisenbahn, an der sich eine Gradiente von 80 Fuß auf die engl. Meile befindet.

27. Im gegenwärtigen Falle ist die für das stehende System vortheilhafteste Modification des Bahnniveau durch die vorgeschriebene Durchkreuzung der Gassen und Straßen beschränkt. Allein selbst innerhalb dieser Glänze ist die Ersparniß sehr bedeutend und mit anderen später zu erwähnenden Ersparnissen verbunden. Diese Ersparniß würde noch größer ausfallen, wenn die Erlaubniß zu erlangen wäre, unter einigen Straßen hindurch die Kreuzung zu vollbringen.

28. Eine große Ersparniß erwächst nothwendig für jenes System, welches die wenigsten Bahnlinien und folglich die geringste Breite des Viaductes erheischt; woraus also ein bedeutender Unterschied zu Gunsten des stationären Systemes folgen muß, da bei diesem