Text-Bild-Ansicht Band 68

Bild:
<< vorherige Seite

der Viaduct den obigen Angaben gemäß wenigstens um 16 Fuß schmäler seyn kann.

29. Die aus der Verminderung der Breite des Viaductes und aus dessen Erniedrigung bis auf die durch die Parliaments-Acte gestattete Tiefe, hervorgehende Ersparniß berechnet sich auf 150,000 Pfd. Sterl., wozu noch, wenn einige Straßen etwas erhöht werden dürften, eine Ersparniß von 23,000 Pfd. käme, so daß dieß eine Summe von 173,000 Pfd. Sterl. gäbe, abgesehen von dem Unterschiede in den Ankaufskosten des Terrains.

30. Endlich ließen sich die Arbeiten bei solcher materieller Reducirung in 18 Monaten vollenden.

31. Fassen wir Alles dieß zusammen, so finden wir, daß das stationäre System bei gleicher Geschwindigkeit jährlich um 12,500 Pfd. weniger Betriebskosten veranlaßt, als das Locomotivsystem; daß sich an den Baukosten, die Erwerbungskosten des Terrains und die Aufziehmaschine an den West-India-Doks nicht in Anschlag gebracht, eine Ersparniß von 145,000 Pfd. herauswirft, die sich auf 168,000 Pfd. steigern würde, wenn die Erlaubniß unter einigen Straßen durchzufahren zu erlangen wäre.

32. Daß außerdem das stehende System so viele Zwischenstationen möglich macht, als der Verkehr und die Bequemlichkeit des Publicums erheischen dürfte.

33. Daß endlich bei dem niedrigeren Niveau, auf welchem sich die Bahn an den West-India-Doks und in Blackwall befände, die Communication mit den Magazinen um Vieles erleichtert wäre.

34. Bevor wir unseren Bericht schließen, erlauben wir uns noch einige Bemerkungen über die Einwendungen beizufügen, die man allenfalls gegen das von uns empfohlene System machen dürfte.

35. Mehrere sind der Ansicht, daß sich stationäre Maschinen und Taue nicht mit einer großen Geschwindigkeit vertragen. Hiegegen müssen wir bemerken, daß sich für diese Ansicht auch nicht eine einzige Thatsache oder ein einziger Grund aufbringen läßt; daß dafür die stationären Maschinen an der London-Birmingham-Eisenbahn, die bei einer Gradiente von 80 Fuß in der engl. Meile eine Geschwindigkeit von 20 Meilen in der Zeitstunde hervorbringen, einen triftigen Gegenbeweis liefern. Man hat gesagt, daß stehende Maschinen größeren Lärm verursachen, als die Locomotiven, indem der Lärm fortwährend durch die ganze Streke Statt findet, durch welche die Taue reichen, während man die Locomotive nur bei ihrem Vorüberfluge hört. Hiegegen können wir nur unsere Ueberzeugung geltend machen, daß der Lärm, den die Seilleitungsrollen machen, bald durch eine Verbesserung dieser Rollen gehoben werden dürfte. Uebrigens