Text-Bild-Ansicht Band 68

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beiden anderen gegenüberstehenden Theile g, g h, h, Fig. 10, dieses Krummzapfens weichen, wie Fig. 13 deutlicher zeigt, unter einem Winkel von etwa 30º von einander ab; g, g ist der eigentliche Kurbelarm, dessen Zapfen k von dem Ende der Lenkstange umfaßt wird. Der an die eine Hälfte der Krummzapfenwelle befestigte Arm h, h ist an die andere Hälfte der Welle durch das Verbindungsgelenk i gekuppelt, indem dieses mit dem einen Ende den Zapfen k, mit dem anderen Ende einen zweiten an dem Arm h, h befindlichen Zapfen umfaßt. Der Hauptzwek dieser Kupplungsmethode ist folgender. Weil man es für gut fand, die Hauptwelle C, C, Fig. 10, aus zwei Theilen bestehen zu lassen, so mußte auch dafür gesorgt werden, den Nachtheilen, welche aus der geringsten Verrükung einer Welle aus der gemeinschaftlichen Centralachse hervorgehen könnten, vorzubeugen. Diesen Zwek erreichte man durch das Verbindungsstük i, Fig. 13. Wenn sich nun auch eine der Wellen etwas senken oder seitwärts weichen sollte, so kann doch, so lange sie nur noch zu einander parallel sind, keine Torsion Statt finden, weil in diesem Fall das Zwischengelenk i sich nachgiebig bewegt.

Es erübrigt nun noch, die Einrichtung zu erklären, wodurch den Kolbenstangen die senkrecht auf- und niedersteigende Bewegung, welche für jedes doppeltwirkende Gebläse eine unerläßliche Bedingung ist, ertheilt wird. Die Art, wie dieser Zwek erreicht ist, erhellt aus Fig. 9 und 10 und der in größerem Maaßstabe gegebenen Darstellung Fig. 11. Die Kolbenstange ist nämlich mit ihrem unteren Ende in einen massiven Cylinder b, Fig. 11, geschraubt. Zu den Seiten dieses Cylinders sind zwei Frictionsräder a, a von einem Fuß Durchmesser angebracht, deren Peripherien rinnenartig einwärts gehöhlt sind. Die Frictionsräder laufen zwischen 4 Leitungen, wovon jedoch in den genannten Zeichnungen immer nur zwei sichtbar sind, indem die anderen zwei durch diese verdekt werden. Die Achse des Frictions-Räderpaares wird von der Kurbelstange f mittelst zweier Baken c, d umfaßt; sie ist au dieser Stelle beständig mit Oehl in Berührung, womit die kleinen oben bei d angebrachten Oehlbehälter gefüllt sind. Die Leitschienen sind wegen des unvermeidlichen Seitendrukes in der Mitte diker als an ihren Enden. Da die Maschine beständig im Gang war, so mußte der Verfasser auf die Hoffnung, einzelne interessante Details näher betrachten zu können, verzichten, und sich darauf beschränken, die gegebene Abbildung mit dem Maaßstabe aufzunehmen.

Der Gang des Gebläses ist sanft und geräuschlos; das etwas ungleichförmige Spiel mag in einem Fehler am Wasserrade seinen Grund haben, es kann aber auch von der bei drei Kurbeln wohl