Text-Bild-Ansicht Band 68

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noch zu unterscheidenden Veränderlichkeit des Widerstandes herkommen. Ich beobachtete 17 einfache oder 8 1/2 doppelte Hube in der Minute, wonach sich das von allen Cylindern in einer Minute gelieferte Luftquantum zu 805,8 Kubikfuß, mit 2 Pfd. Pressung auf den Quadratzoll, berechnet.

Neben dieser Maschine war seit kurzem noch ein einfaches Windfanggebläse, für die Flammöfen bestimmt, aufgestellt. In einem runden Gehäuse dreht sich eine Welle mit einer Anzahl krummer Schaufeln von Eisenblech so, daß die Convexität der lezteren gegen die Luft gestoßen wird. In der Mitte da, wo die Welle durchgeht, ist eine weite Oeffnung, durch welche die ausgetriebene Luft sich ersezt. Die Achsenbewegung wird mittelst eines endlosen Riemens durch dasselbe Wasserrad, welches das Cylindergebläse treibt, eingeleitet. Sollen beide Gebläse zugleich gehen, so läßt man mehr Aufschlagwasser auf das Rad. Die Flügelwelle liegt nicht vollkommen im Mittelpunkt des Gehäuses, sondern so, daß von einem Punkte des leztern aus, die Flügel sich immer mehr entfernen, und sich dann gegen die Ausgangsöffnung demselben nähern, wodurch die vermöge der Centrifugalkraft gegen den Umfang des Gehäuses getriebene Luft nothwendig eine gewisse Spannung erhalten muß.

b) Beschreibung der Maschine zum Zerkleinern des Kalksteins.

Besonders auffallender Art ist die Maschine, welche zum Zerkleinern des Kalksteines dient; sie befindet sich oben in der Nähe der Gicht. Ihrer Eigenthümlichkeit wegen habe ich auch diese Vorrichtung aufgenommen und in Fig. 14 dargestellt. Der 2 Fuß hohe 8 Zoll breite und gegen 4 Cntr. schwere Hammer A sizt am Ende eines 16 Fuß langen ungleicharmigen Hebebalkens, dessen Umdrehungszapfen zwischen einem eisernen, auf eine solide Weise an den Boden festgeschraubten Gestelle sich bewegt. Die Länge der Hebelarme A, B und B, C ist beziehlich 12 und 4 Fuß. Unter dem Hammer befindet sich eine starke eiserne mit quadratischen Oeffnungen gitterartig durchbrochene Platte a, b von 4 Fuß im Gevierte. An der von dem Hammer genossenen Stelle ist diese Platte unterstüzt und massiv ohne Oeffnungen. Auf diese Stelle legt ein Kind, während der Hammer in die Höhe geht, den Stein, welcher im folgenden Moment durch den niederfallenden Hammer in kleinere Stüke zerschlagen wird. Ein Theil der lezteren fällt durch die Löcher der Platte hindurch und sammelt sich unter derselben an; diejenigen Steine, welche noch zu groß sind, um durch das Gitter zu fallen, werden abermals unter den Hammer gelegt. Die Bewegung wird dem Hammer von dem 40 Fuß tiefer liegenden Wasserrade auf folgende Weise mitgetheilt.