Text-Bild-Ansicht Band 68

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D, E, F ist ein starker 18 Fuß langer Balken, welcher, um die Achse F beweglich, mit seinem Ende D den Hebel B, C niederdrückt und das durch den Aufwerfhammer hebt. Er ist in seiner Mitte E mit der 40 Fuß langen Lenkstange verbunden, welche durch eine Bodenöffnung hindurch bis an das Wasserrad reicht, und durch einen Krummzapfen auf eine einfache Art in die hin- und herschiebende Bewegung gesezt wird, woraus die Oscillation des Balkens D, F hervorgeht. Es ist klar, daß der leztere beim Zurükgehen nicht gegen das Ende c des Hammers anstoßen darf, was aber wirklich der Fall seyn müßte, wenn der Zapfen F in einem unbeweglichen Lager sich drehen würde. Allein eine einfache und recht sinnreiche Anordnung verhindert dieses Begegnen der Balken A, C und D, F beim Aufgang des lezteren. Es ist nämlich noch ein um den fixen Punkt G bewegliches Zwischengelenk F, G angebracht, welches, im Verein mit dem schiefen Zug der Lenkstange den Endpunkt D nöthigt, während seiner Bewegung eine eigenthümliche ovale in der Zeichnung durch Punkte angedeutete Linie zu beschreiben. Auf dieser Bahn weicht der Punkt D bei seinem Steigen dem Endpunkt C des Hammers aus.

Der Hammer macht 12 Schläge in der Minute und 2 Knaben, welche abwechselnd Steine unterlegen, sind im Stande, auf diese Weise 300 Centner Steine in 8 Stunden zu zerklopfen. Gleich beim ersten Anblik fällt das gefährliche Geschäft der Kinder in die Augen, und die Maschine läßt daher schon in dieser Hinsicht manches zu wünschen übrig. In mechanischer Rüksicht bemerkt man, daß durch die Uebertragungsart der Bewegung ein bedeutender Kraftverlust Statt finden muß. Die Erschütterung durch den Rükstoß ist namentlich in den Punkten F und G sehr bedeutend und es läßt sich absehen, daß das Verbindungsstük F, G ziemlich oft erneuert werden muß. Wäre es bei der Anlegung dieser Vorrichtung nicht von besonderem Werthe gewesen, die Steine in der Nähe der Gicht zerkleinern zu lassen, so hätte sich derselbe Zwek durch ein einfaches, mit der Wasserradwelle in unmittelbarer Verbindung stehendes Quetschwerk mit gezahnten Walzen, wie solches z.B. in Wasseralfingen im Gang ist, ohne Zweifel weit besser erreichen lassen.

Noch erwähne ich eines Apparates, welcher im Inneren der Schmelzhütte angebracht ist, um die schweren gegossenen Waaren auf eine bequeme und leichte Weise aus dem Sande zu heben, und nach dem Haupteingang zu schassen. Es ist dieß nämlich eine schwebende Eisenbahn, welche in einer Höhe von 30 Fuß durch die ganze Länge des Hüttenraumes nach dem Thore führt; sie wird mittelst hängender Eisenstangen von dem Dachwerk getragen. Eine zierlich gebaute eiserne, sich selbst tragende Wendeltreppe führt zu