Text-Bild-Ansicht Band 68

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dieser Eisenbahn hinauf, längs deren Schienen eine kleine Galerie angebracht ist. Auf der Eisenbahn nun, deren Spurweite 12 Fuß beträgt, läuft ein eigenthümlicher eiserner Wagen, welcher durch 4 Männer mit Leichtigkeit vor- und rükwärts geschoben werden kann. Die Arbeiter verrichten diese Operation auf dem Wagen selbst stehend, mit Hülfe von Kurbeln; haben sie sich auf diese Weise senkrecht über den aus dem Sande zu hebenden schweren Körper hingearbeitet, so lassen sie vom Wagen aus vermittelst einer eigenen unten naher zu beschreibenden Vorrichtung einen Flaschenzug hinab, an welchen sofort von den unten befindlichen Arbeitern die Waare befestigt wird. Nun ziehen sie diese bis auf die erforderliche Höhe empor, und schieben den Wagen auf der Eisenbahn gegen den Eingang vor, wo dann der Cylinder, oder was es für ein Gegenstand seyn mag, auf einen bereitstehenden Wagen herabgelassen wird. Die in Fig. 15 von Vornen und in Fig. 16 im Profil dargestellte Zeichnung, deren Dimensionen gleichfalls auf den beigefügten Maaßstab zu reduciren sind, wird diesen Apparat anschaulicher machen.

Die Bahnschienen sind an ihrer oberen Fläche halbrund gestaltet, nach dem Princip des Engländers Wyatt, und die vier Räder a des Wagens sind daher an ihrer Peripherie rinnenartig vertieft. Der Mechanismus des Wagens zerfällt in zwei Theile, nämlich in eine Vorrichtung zur Fortbewegung des Wagens und in eine solche zum Heben und Senken der schweren zu transportirenden Lasten. Die erstere ist sehr einfach und in Fig. 16 sichtbar. An der Achse des hinteren Räderpaares sizt auf der einen Seite ein Rad A, A von 5 Fuß Durchmesser, in welches das Getriebe B von 1 Fuß Durchmesser eingreift. Die verlängerte Achse des lezteren ist in vier Kniee abgebogen, welche eben so viele Kurbeln bilden. An diesen Kurbeln stellt sich die Mannschaft, welche durch ein Geländer vor der Gefahr des Hinabfallens geschüzt ist, auf dem Wagen selbst auf, und bewegt mittelst des Eingriffes der Räder A und B den Wagen mit der angehängten Last und sich selbst mit Leichtigkeit vor- oder rükwärts. Die andere Vorrichtung, nämlich der Hebe-Apparat, läßt sich am deutlichsten aus Fig. 15 beschreiben. Zum Emporwinden der schweren Lasten dient der 12 Fuß breite Flaschenzug F, F mit 7 in einer Linie neben einander befindlichen, 1 Fuß im Durchmesser haltenden Rollen b, b... b, b, welchen 6 andere mir dem Wagengestell verbundene fixe Rollen c, c.... c, c entsprechen. Ein Seil läuft, wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, abwechselnd um eine untere und obere Rolle, und seine beiden Enden sind dergestalt mit einer Seiltrommel C, C, Fig. 16, verbunden, daß das Seil bei erfolgender Umdrehung der lezteren von beiden Enden an gleichzeitig umgleiche