Text-Bild-Ansicht Band 65

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da man nicht immer im Stande ist, alle hiezu nöthigen Umstände und Bedingungen zu vereinigen, so wird es immer gut seyn, sich des heißen Luftapparates zu bedienen, sobald man merkt, daß der Schornstein eine höhere Temperatur hat, als zur Erzielung des gehörigen Zuges nöthig ist. Hätte der Heerd hingegen wegen zu enger Oeffnung des Schornsteines oder der Rauchzüge einen zu schwachen Zug, so wäre der erwähnte Apparat nicht an seinem Orte; sondern man müßte vielmehr ganz entgegengesezte Mittel anwenden: d.h. man müßte eine größere Hize im Schornsteine erzeugen, oder was noch besser wäre, dessen Dimensionen abändern. Dieß ist Alles, was die Commission über den von Hrn. Risler vorgeschlagenen Apparat auszusprechen wagt, bis weitere Erfahrungen damit gemacht worden sind.

In Fig. 46 bis 50 sieht man den Apparat, welcher in der Fabrik der HH. Schlumberger, Köchlin und Comp. zur Erhizung der Luft, womit die Kesselfeuerung unterhalten wird, dient; und zwar in Fig. 46 in einem senkrechten Durchschnitte des Kessels, nach der Linie A, B des Grundrisses Fig. 48. In Fig. 47 in einem senkrechten Durchschnitte des Röhrencanals nach der Linie C, D des Grundrisses Fig. 49. Fig. 48 ist ein horizontaler Grundriß des Kessels nach der Linie E, F in Fig. 48. Fig. 49 ist ein solcher Grundriß des Röhrencanals nach der Linie G, H in Fig. 47. Fig. 50 endlich ist ein horizontaler Durchschnitt des Mauerwerkes des Röhrencanals nach der Linie K, L in Fig. 47. An allen diesen Figuren sind gleiche Theile mit gleichen Zahlen bezeichnet. 1 ist der Dampfkessel; 2 sind die inneren Röhren, durch welche der Rauch strömt, wenn er aus den Feuerzügen 3 ausströmt. Durch den Canal 4 begibt sich der Rauch in den Röhrencanal 5, in dem er um die Heberröhren 6 und 7 circulirt, um die in diesen enthaltene Luft zu erhizen, und um sich endlich durch die Oeffnung 9 in den Rauchfang 8 zu begeben. Durch die beiden, in dem Mauerwerke des Röhrencanals angebrachten Oeffnungen 10,10 wird die äußere kalte Luft den Röhren 7 zugeführt, damit sie in diesen in Folge der Erwärmung emporsteige; und damit sie dann wieder in den Röhren 6 herabströme, um endlich in dem Canale 11 unter den Rost des Kessels zu gelangen.

Die von Fig. 51 bis 55 gegebenen Abbildungen dienen zur Erläuterung des in der Fabrik der HH. Dollfus, Mieg und Comp. errichteten Apparates. Fig. 51 zeigt einen horizontalen Durchschnitt des Kessels mit dem Rauchfange und dem Luftheizungsapparate nach der in Fig. 52 angedeuteten Linie e, f; während Fig. 52 einen senkrechten Durchschnitt desselben Apparates nach den in Fig. 51 angedeuteten