Text-Bild-Ansicht Band 65

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Linien a, b und c, d vorstellt. Fig. 53 ist ein senkrechter Durchschnitt des Röhrencanals nach der Linie g, h in Fig. 51. Fig. 54 ist ein horizontaler Durchschnitt oder ein Grundriß desselben nach der Linie g, h, welche man in Fig. 51 bemerkt; man ersieht hieraus die Anordnung der Oeffnungen, durch welche die äußere Luft in die Heber gelangt. Fig. 55 endlich ist ein Aufriß des Kessels nach der in Fig. 51 angedeuteten Linie l, m. An allen diesen Figuren ist 1 der mit drei Siedröhren ausgestattete Kessel. 2 und 3 sind die um den Kessel herum geführten Feuer- oder Rauchzüge, an deren Mündung der Rauch in den großen Canal 4 tritt. Lezterer läuft unten durch den Rauchfang 5, und läßt den Rauch in den Röhrencanal 6 gelangen, wo er, indem er um die Heberröhren 7 circulirt, die in diesen enthaltene Luft erhizt, damit dieselbe erhizt durch die Mündung 8 in den Rauchfang 5 gelange. Die in dem Mauerwerke des Canals 6 angebrachten Oeffnungen 9 lassen die äußere Luft in die aufsteigenden Arme der Heber 7 gelangen. Bei dem Austritte aus diesen begibt sie sich in den aus drei gußeisernen Platten bestehenden Kasten 10, und von hier aus durch den Canal 11, welcher eine schwache Neigung hat, und der durch ein gemauertes Gewölbe von dem Feuerzuge 4 getrennt ist, unter den Rost. Von diesen Oeffnungen 9 dienen zwei, welche von gleichen Dimensionen sind, zur Speisung von je zwei Hebern oder Röhren; während die dritte, welche kleiner ist, nur zur Speisung der einzigen Heberröhre 12 dient. Leztere unterscheidet sich von den übrigen nur dadurch, daß ihr aufsteigender Arm durch den gußeisernen Kasten tritt, um an die Oeffnung 9 zu gelangen, während die aufsteigenden Arme der anderen Heber seitlich von diesem Kasten angebracht sind. Die Heberröhren bestehen in ihrer ganzen Länge aus Eisenblech von einer halben Linie Dike; nur am Grunde hat dieses Blech bis auf eine Höhe von beiläufig 3 Fuß gegen eine Linie in der Dike, weil es daselbst einer stärkeren Hize ausgesezt ist. Man kann übrigens diesen dikeren Theil wohl auch aus Gußeisen verfertigen. Doch scheint die Abnüzung nicht groß, da nach nunmehrigem mehrjährigem Dienste weder an den blechernen noch an den gußeisernen Theilen eine solche zu bemerken ist.