Text-Bild-Ansicht Band 65

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so daß also die Dampfwege bei dem Umlaufen der Welle 5 zu gehörigen Zeilen umgewechselt werden.

Damit die Kraft der Maschine dem Zustande und der Neigung der Straße angepaßt werde, läßt sich der Dampfzufluß auf folgende Weise reguliren. Durch die äußere Röhre 15, an der die kreisrunde Platte 14 fixirt ist, ist eine schieflaufende Fuge oder Spalte geschnitten, und eben so ist in die innere Röhre 4, die das Zahnrad 3 führt, eine gerade Längenspalte geschnitten. In diesen Spalten bewegt sich ein in dem Halsringe 30 fixirter Zapfen, indem dieser Halsring durch einen Drehring und durch den Arm 35 seitwärts verschoben wird. So wie sich nun dieser Halsring 30 nach Rük- oder Vorwärts bewegt, so bewirkt er, daß die äußere Röhre 15 mit ihrer kreisrunden Platte 14 an der das Zahnrad 3 führenden inneren Röhre 4 einen Theil eines Umganges vollbringt. Dadurch wird nothwendig die relative Stellung der Platte 14 verändert, und mithin die Kreisoberfläche der Federn 10, auf der die Enden der Hebel 17,18 laufen, vergrößert oder vermindert, damit dem Durchgange des Dampfes durch die Drosselventile zum Behufe des Betriebes der Kolben in dem Cylinder mehr oder weniger Zeit gestattet werde; denn die Drosselventile sind nur so lange offen, als die an den Enden der Hebel 17,18 befindlichen Reibungsrollen mit den Oberflächen der Federn 10,10 in Verbindung stehen.

Die Verschiebung des Halsringes und des Zapfens 30 längs der Röhren 15, in welche die Spalten geschnitten sind, wird auf folgende Weise bewerkstelligt. 31 ist ein aus Fig. 16, 18 und 19 ersichtlicher krummer Hebel, dessen längerer Arm zu einem Griffe geformt ist, während der kürzere an das Ende der Stange 32 gefügt ist, die mit dem an dem Ende der senkrechten Stange 34 angebrachten Hebel 30 in Verbindung steht. An dem unteren Ende der Stange 34 (Fig. 22) bemerkt man den Hebel 35, dessen gabelförmiges Ende mit dem Halsringe 30 verbunden ist. Der Wagenlenker kann also die Geschwindigkeit des Wagens reguliren, indem er durch die Bewegung des Griffes 31 nach Auf- oder Abwärts die Drosselventile in seiner Gewalt hat.

Zum Behufe der Umwandlung der Bewegung des Wagens müssen die Klauenstifte 7,7 aus den in dem Rade 3 befindlichen Löchern herausgezogen, und diesem Rade ein halber Umgang gestattet werden, den es auch vermöge seiner Verbindung mit dem Rade 2 vollbringt. Um dieselbe Zeit wird die Welle 5 mit den Schiebventilen und deren Winkelhebeln und Stangen stationär bleiben, wo dann die Stifte oder Zapfen 7,7 alsogleich in jene Löcher eingestekt werden müssen, die denen, worin sich die Stifte früher befanden, gegenüber