Text-Bild-Ansicht Band 65

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welche er beiläufig einen Zoll weit von einander anbringt. Diese Bleche müssen, damit sie gehörige Stärke bekommen, in Falten gebogen und dadurch an einander befestigt seyn, daß man die Scheitel dieser Falten miteinander in Berührung bringt, und daß man dann durch diese Scheitel Nieten treibt. Fig. 30 und 31 zeigen kleine Theile eines derlei Kessels in größerem Maaßstabe. Man schlägt zum Behufe ihrer Verfertigung die Platten A, A zuerst so aus, daß sie, wie man in Fig. 30 sieht, an der einen Seite Vertiefungen a, a, a, an der entgegengesezten Seite hingegen Erhöhungen bekommen, denen der Patentträger vorzugsweise die Gestalt von abgestuzten Kegeln von beiläufig 1 5/8 Zoll an der Basis gibt. Wenn man dann zwei auf diese Art ausgeschlagene Bleche nach der aus Fig. 31 ersichtlichen Methode aneinander gebracht hat, so verbindet man sie, indem man durch die Enden der anliegenden Kegel die Nieten b, b treibt. Ein Gestell und ein Gehäuse oder einen Mantel für eine Locomotivmaschine, welches auf die beschriebene Weise durch Einfalzung von Blechen in Metallstäbe zusammengesezt worden ist, ersieht man aus Fig. 32, wo ein Längendurchschnitt, und aus Fig. 33, wo ein Querdurchschnitt durch den Ofen, den Kessel etc. gegeben ist. Hier ist der Kessel zum Theil auf die eben beschriebene Art gebaut, zum Theil aus senkrechten Wasser haltenden Röhren zusammengesezt. Diese Röhren können, wenn man will, etwas gebogen seyn, damit der Ausdehnung und Zusammenziehung des Metalles Spielraum gestattet ist. Jene Theile des Kessels, die beschriebener Maßen aus gefalteten Blechen zusammengesezt sind, und die den Ofen b, b und das Aschenloch c, c umgeben, sind mit a, a, a bezeichnet. d, d, d hingegen sind die senkrechten Röhren, welche zum Behufe des freien Durchzuges des Wassers oben und unten offen sind. Die aus dem Ofen emporsteigenden Flammen und heißen Dünste spielen zwischen diesen Röhren; der Rauch entweicht endlich bei den Oeffnungen e in den Rauchfang f. Das Gefäß g bildet den Kopf des Kessels; h ist die Dampfkammer, von der der Dampf durch die Röhre i, i, i und durch die Drosselventile j, j in die arbeitenden Cylinder k, k strömt. Der Dampf entweicht durch die Röhre l, l und gelangt durch den Verdichter in den Wasserbehälter m; was in lezterem allenfalls noch von unverdichtetem Dampfe emporsteigt, entweicht durch die Röhre n in den Rauchfang f. Die Achse der Hinteren Räder läuft, so wie dieß an den vorhergehenden Maschinen beschrieben worden ist, zwischen Reibungsrollen, und auch die übrigen Theile sind auf die früher angegebene Weise eingerichtet.

Eine weitere Modification des Kessels erhellt aus Fig. 34 und 35. Dieser gemäß kann man zur Ausdehnung der Heizoberfläche