Text-Bild-Ansicht Band 65

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eine beliebige Anzahl senkrechter Scheidewände anbringen, innerhalb denen sich Wasserkammern, die wie eben beschrieben, aus zusammengenieteten, gefalteten, parallelen Platten bestehen, befinden. Fig. 34 ist ein Längendurchschnitt, woraus man die gebogene Gestalt der Scheidewände a, a, a sieht; Fig. 35 ist ein Querdurchschnitt. An dieser Modification findet der Patentträger keine senkrechten Wasserröhren nöthig. Der Dampf gelangt in die oberhalb angebrachte Dampfkammer b, b, und aus dieser in die arbeitenden Cylinder.

Die den fünften Theil der Erfindungen bildende Methode, den aus Hochdrukmaschinen austretenden Dampf vermittelst der atmosphärischen Luft zu verdichten, ersieht man aus dem Längendurchschnitte Fig. 36. Der hiezu dienende Apparat kann in irgend einer geeigneten Stellung zwischen dem Austrittscanale und der endlichen Entweichungsstelle des Dampfes in den Rauchfang angebracht werden. Der austretende Dampf gelangt von der Maschine aus durch die Röhre a in die erste Kühlkammer A, in der er sich ausdehnen kann. Durch diese Kammer läuft horizontal eine Anzahl kleiner Röhren b, b, deren Enden dem Zutritte der atmosphärischen Luft offen stehen, damit sie vermöge des Durchzuges lezterer beständig abgekühlt werden. Von dieser Kammer A aus steigt der Dampf durch die Röhre d in die zweite Kühlkammer B, die gleichfalls mit offenen Luftröhren c, c, c ausgefüllt ist, empor, um, nachdem er durch die Oeffnungen e, e, e getreten, zwischen den kalten Luftröhren zu circuliren. Das Wasser, welches hiebei durch die Verdichtung des Dampfes zum Vorscheine kommt, läuft von der Kammer B aus durch die kleine Röhre f längs des Bodens der Kammer A, um endlich bei der kleinen Röhre g an die zur Speisung des Kessels dienende Pumpe abzufließen. Die geringe Quantität Dampf, welche unverdichtet bleibt, entweicht durch die Röhre h, die entweder dem Zutritte der atmosphärischen Luft offen steht, oder in den Rauchfang führt.

Wünschte man die Luft, welche auf ihrem Durchgang durch den Kühlapparat erwärmt worden ist, in den Ofen des Kessels zu leiten, so könnte sie mittelst eines umlaufenden Windfanges oder mit Hülfe irgend einer anderen Vorrichtung durch die Kühlröhren b, b und c, c an den Ort ihrer Bestimmung getrieben werden. Fig. 37 ist ein senkrechter Durchschnitt eines dem gemäß eingerichteten Kühlapparates, welcher unter dem dem Heizer der Locomotivmaschine angewiesenen Plaze angebracht ist. a ist die Röhre, welche den austretenden Dampf in die Kühlkammer A leitet, aus der der unverdichtete Rükstand durch die Röhre b entweicht. Der von der Maschine oder von den Laufrädern aus durch Treibriemen oder auf irgend eine andere Art und Weise in Bewegung gesezte Windfang c treibt die Luft