Text-Bild-Ansicht Band 65

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die beiden gewöhnlichen Schienenbahnlinien; B, B die Laufräder der Maschine; C, C erhöhte, an den Seiten der Bahn aufgeführte Wege oder Bahnen, die eine weit größere Breite haben als die gewöhnlichen Schienen, und die aus Stein oder einem anderen entsprechenden Materiale gebaut seyn können, D, D sind breite, an den äußeren Seiten der Laufräder oder mit diesen an einer und derselben Welle fixirte Reifen oder Räder. Diese kleineren Räder haben auf der Oberfläche der erhöhten seitlichen Bahnen zu laufen, und werden durch ihren kleineren Durchmesser bewirken, daß die Maschine die schiefen Flächen leichter und ohne daß die Geschwindigkeit eine Veränderung zu erleiden brauchte, hinansteigen. Man könnte die kleineren Räder auch mit Zahnen ausstatten, welche in eine auf den erhöhten Seitenbahnen fixirte Zahnstange einzugreifen hätten, wobei jedoch der Umfang der kleineren Räder immer noch auf der Oberfläche der Nebenbahn laufen müßte. Die unteren Enden dieser Nebenbahnen müßten mit schrägen Flächen E, E ausgestattet seyn, damit die kleineren Räder, wenn sie auf die Nebenbahn gelangen, die größeren Räder von den Schienen emporheben, ohne daß eine plözliche Erschütterung dabei Statt findet. Eine ähnliche Einrichtung müßte auch an dem entgegengesezten Ende der Nebenbahn getroffen seyn, damit die größeren Laufräder eben so sachte auch wieder auf die eisernen Schienen herabgelangen.

XXVI. Aerztliche Gutachten über die Salubrität der Eisenbahntunnels.

Aus dem Mechanics' Magazine, No. 714, S. 27.

Bei dem Vielen, was vom sanitätspolizeilichen Standpunkte aus von einigen Seiten gegen die Tunnels, durch welche Eisenbahnen geführt werden sollen, gesagt worden ist, dürfte es nicht ungeeignet seyn, auch die Ansichten von Aerzten über diesen Gegenstand zu vernehmen, und zwar von Aerzten, welche Chemiker genug sind, um die Sache allseitig prüfen zu können. Wir theilen daher hier zwei solche Gutachten über den Tunnel an der Eisenbahn zwischen Leeds und Selby mit.

1. Gutachten des Hrn. John Davy, M. D., Viceinspectors der Armeespitäler, und des Hrn. R. W. Rothman, M. A. und L. M. Fell. Trin. Coll. Cambr.

Wir sind nach sorgfältiger Untersuchung und Prüfung des besagten Tunnels der Meinung, daß derselbe durchaus keinen schädlichen