Text-Bild-Ansicht Band 61

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Diese Unannehmlichkeit verhindert andererseits, daß der Ueberschuß des englischen, nicht für Frankreich bestimmten Fabrikates nicht zu unserem Nachtheile zu uns gebracht werden kann, weil es unseren Consumenten nicht zusagen würde.

Die farbigen Stoffe, welche zu St. Marie gewebt werden, sind dagegen Beinahe ganz zur Ausfuhr, und zwar nach den Colonien bestimmt. Diese Fabrication leidet jedoch gegenwärtig wegen der hohen Preise der Gespinnste bedeutend, woher es denn auch kommt, daß von 18 Fabrikanten dieses Ortes sich 16 für Aufhebung des Einfuhrverbotes der Gewebe erklärten, wenn man vorher das Verbot der fremden Gespinnste aufheben wollte.

Ich würde für die Zukunft folgende Maßregeln vorschlagen: 1) die Baumwollgespinnste sollen gegen einen Zoll von höchstens 25 Proc. zugelassen werden; 2) die Zulassung der Gewebe soll ein Jahr nach jener der Gespinnste eintreten; 3) der auf die fremden Gewebe gelegte Zoll soll 25 Proc. betragen, und dann von Jahr zu Jahr um ein Proc. herabsinken, bis er nach 10 Jahren nur mehr 15 Proc. beträgt; 4) der Zoll soll nach dem Gewichte und zugleich nach dem mittleren Preise der Artikel in Frankreich, also nach Kategorien erhoben werden, und zwar von dem Ausschusse eben so hoch, wie von den couranten Artikeln; die Handelskammern hätten die verschiedenen Kategorien festzusezen; 5) bei der Verzollung der Waaren sollen Marken, eine Ordnungsnummer und der Name des Mauthbureau's beigesezt werden; zugleich sollen aber die Kaufleute gehalten seyn die Zeuge immer nur an dem einen Ende abzuschneiden, damit das andere Ende stets mit der Marke versehen bleibt; 6) endlich soll der Mauth die Visitation und die Wegnahme im Innern vorbehalten bleiben.

(Fortsezung folgt.)

XLVII.  Miszellen.

Verzeichniß der vom 28. Mai bis 25. Junius 1836 in England ertheilten Patente.

Dem Joseph Bentke Gerothwohl, Kaufmann im Camberwell Grove in der Grafschaft Surrey: auf gewisse Verbesserungen im Filtriren. Von einem Ausländer mitgetheilt. Dd. 28. Mai 1836.

Dem Francis Pettit Smith, Pächter in Hendon in der Grafschaft Middlesex: auf einen verbesserten Forttreiber für Dampfboote und andere Fahrzeuge. Dd. 31. Mai 1836.

Dem William Gossage, in Stoke Prior in der Grafschaft Worcester: auf Verbesserungen an den Salzpfannen und in der Einrichtung der Oefen zum Troknen von Salzen. Dd. 2. Junius 1836.

Dem Luke Hebert, Patentagent in Paternoster Row, in der City von London: auf verbesserte Maschinerien zur Brodbereitung, welche zum Theil auch zu anderen Zweken anwendbar sind. Dd. 2. Junius 1836.

Dem Baron Heinrich von Bode, Generalmajor in russischen Diensten: auf Verbesserungen an Schiffswinden. Dd. 4. Junius 1836.

Dem Manoah Bower, in Birmingham: auf Verbesserungen an verschiedenen Arten von Wagen oder Fuhrwerken. Dd. 7. Junius 1836.

Dem John Young, Schlosser in Wolverhampton in der Grafschaft Stafford: auf Verbesserungen in der Verfertigung von metallenen Angeln für Thüren und zu anderen Zweken. Dd. 7. Junius 1836.