Text-Bild-Ansicht Band 61

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Dem Henry Robinson Palmer, Civilingenieur von Hackney in der Grafschaft Middlesex: auf Verbesserungen an den Eisenbahnen und den Wagen für die, selben. Dd. 22. November 1821.

Dem Thomas Parkin, Kaufmann von Skinner-Street, Grafschaft Middlesex: auf Verbesserungen im Druke. Dd. 24. November 1821.

Aus dem Repertory of Patent-Inventions. August 1836, S. 124.

Jesse Fox's Apparat zur Speisung der Dampfkessel.

Nach der Beschreibung, welche Hr. Fox im Franklin-Journal von dem Apparate gibt, auf den er in den Vereinigten Staaten ein Patent nahm, gleicht derselbe einer gewöhnlichen Drukpumpe mit einem einzigen Ventile, einem Zylinder und einem Kolben von 1 Zoll im Durchmesser und mit einem Hube von 4 Zoll.83) Diese Pumpe ist in der Wasserlinie an dem Kessel angebracht und wird beständig in Thätigkeit erhalten; sie füllt sich aus dem Kessel und entleert sich auch wieder in diesen, wirkt aber auf die Speisungspumpe. Steht das Wasser im Kessel unter der Pumpe, so füllt sich diese aus dem Kessel mit Dampf; und wird das zwischen der Pumpe und dem Kessel befindliche Ventil geschlossen und der Kolben niedergedrükt, so wird der Dampf comprimirt. Diese wird benuzt, um die Speisungspumpe in Thätigkeit zu sezen, und diese Thätigkeit währt so lange fort, bis das Wasser im Kessel so hoch gestiegen ist, daß die Pumpe wieder Wasser einsaugt. Da sich das Wasser nicht zusammendrücken läßt, so wird der Thätigkeit der Drukpumpe ungeachtet, die Speisungspumpe dann nicht länger mehr arbeiten. Das Mechanics' Magazine bemerkt hiezu, daß diese Vorrichtung, wie mehrere früher ähnliche, deßwegen ihren Zwek verfehlen wird, weil das Wasser in dem Kessel bei jedem Kolbenhube in Unruhe geräth, und durchaus nicht so still steht, wie in einem Wasserbehälter.

Frimot's senkrechter Siedapparat mit Circulation.

In einer der Maisizungen der Société d'encouragement machte Baron Séguier auf einen von Hrn. Frimot erfundenen senkrechten Siedapparat (bouilleur) mit Circulation des Wassers aufmerksam, indem dieser Apparat in Folge mehrerer sinnreicher Vorkehrungen selbst der stärksten Hize ausgesezt werden kann, ohne Schaden zu leiden. Hr. Bourdon hat ein Modell dieses Apparates aus Glas verfertigt; und mit diesem soll man sich bei mehreren Versuchen überzeugt haben, daß das Wasser fortwährend sämmtliche Wände des Apparates bespülte, wodurch sich der Widerstand, den derselbe selbst der stärksten Hize zu leisten vermag, erklären läßt. (Bulletin de la Société d'encouragement.)

Ueber die Anwendung heißer comprimirter Luft als Triebkraft.

Die von Hrn. Burdin der Akademie in Paris gemachten Mittheilungen über die Anwendung von heißer Luft als Triebkraft (vergl. Polyt. Journal Bd. LX. S. 480) veranlaßten Hrn. Bresson, Civilingenieur zu Rouen, diese Erfindung als die seinige zu reclamiren. Er hat nämlich einem an die Akademie gerichteten Schreiben gemäß schon im Jahr 1825 eine Maschine gebaut, in der die Luft, nachdem sie vorher auf drei Atmosphären comprimirt worden, zur Speisung des Feuers einer Heizstelle verwendet, und hiedurch erhizt und ausgedehnt wurde, ohne etwas von ihrer Elasticität zu verlieren. Die erhizte Luft wirkte durch ihre Spannkraft bis auf eine Atmosphäre herab auf einen Kolben. Die Maschine gab bei gleichem Verbrauche an Brennmaterial einen sechs Mal größeren Nuzeffect als die besten Dampfmaschinen; allein die hohe Temperatur der Luft wirkte so nachtheilig auf den Cylinder, den Kolben, den Hahn und das Ventil,

83)

Das Polytechnische Centralblatt theilt in seiner Nr. 33 gleichfalls eine Notiz über die Erfindung des Hrn. For mit; es hat sich jedoch daselbst in die numerischen Daten ein Irrthum eingeschlichen, indem piston, one inch in diameter and making a stroke of four inches mit „Kolben, 1 Zoll weit und 4 Zoll lang,“ gegeben ist. A. d. R.