Text-Bild-Ansicht Band 39

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(lock-board) nothwendig wird. Ich kann ferner dadurch auch den Hämmern und Tasten ein weit einfacheres Spiel gewähren, um Töne mittelst derselben aus den Saiten hervorzurufen, als bisher bei den aufrechten Fortepianos nicht möglich war, und die Töne entwikeln sich hier auch weit freier. Die Folge dieser Einrichtung ist nun, daß der Ton meines verbesserten Instrumentes weit lauter klingt, als an anderen aufrechten Fortepianos, und daß der gewöhnliche Einwurf, den man von Sängern gegen diese Instrumente machen hört, wenn sie ihren Gesang mit denselben begleiten, daß nämlich „die seidene Vorderwand ihre Stimme verschlingt,“ gänzlich gehoben wird. Ich habe ferner auch dadurch, daß ich eine andere Art von Besaitung einführte, als bei den aufrechten Fortepianos gewöhnlich ist, ein weit leichteres Spiel der Theile und dadurch lautere Töne hervorgebracht, als bei dem gewöhnlichen Baue solcher Instrumente nicht möglich ist. Alle diese Verbesserungen sind nun in den beifolgenden Figuren dargestellt, und werden durch folgende Beschreibung deutlich werden.

Fig. 1. zeigt ein senkrechtes oder aufrechtes Fortepiano nach dem verbesserten Baue von der Vorderseite: der obere Theil desselben ist vollkommen flach. Fig. 2. zeigt eine horizontale Ansicht desselben, wo aber das Schlußbrett abgenommen ist, damit man die Tasten, und einen Theil des Inneren sieht. Fig. 3. ist ein senkrechter Durchschnitt, quer durch das Instrument, ungefähr durch die Mitte desselben, wo man die Theile sieht, die eigentlich zu dem Spiele gehören. Dieselben Buchstaben bezeichnen in allen Figuren dieselben Theile.

Da der Bau eines Fortepiano den Instrumentenmachern ohnedieß bekannt ist, so wäre es überflüssig, hier denselben zu beschreiben, und ich beschränke mich bloß so viel möglich auf meine Verbesserungen an demselben. aaa ist der Kasten oder Körper (body) des Fortepiano, mit den Saiten, mit dem Resonanzboden, den Stegen etc., und allen Theilen, die zu einem vollkommenen Instrumente nothwendig sind. bb ist das Schlußbrett (lock-board), welches die Tasten dekt, die, wie gewöhnlich, auf ihrem Brette oder Gestelle aufgezogen sind. In Fig. 3. sieht man die Form der Tasten, cc, am deutlichsten. Sie sind, wie man wahrnehmen wird, gebogen, um Raum zu gewinnen, und den Hammer durch jenen Theil in gehörige Bewegung zu sezen, den die englischen Claviermacher die Heuschreke (den Grashüpfer, Grasshopper) nennen, damit er die Saiten an der gehörigen Stelle trifft. d ist diese Heuschreke, die auf einen unteren Hammer, e, wirkt, welcher mittelst eines Gewindes mit der Leiste (rail) f verbunden ist. Dieser Hammer e wirkt auf einen anderen Hammer, g, über demselben, der auf eine entgegengesezte Weise mit der Leiste h durch ein Gewinde verbunden ist, und welcher Hammer g den oberen oder schlagenden