Text-Bild-Ansicht Band 39

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in Thätigkeit gesezt wird, heben die Sohle aus den Brunnen in die Behälter, aus welchen sie durch hölzerne Röhren zu jedem Salzwerke geleitet wird.

Man hat eine Menge von Planen und Versuchen, sogenannten Verbesserungen (Improvements), bei diesen Salzwerken unternommen und sezt dieselben noch fort: indessen zerfallen alle bisherigen Salzwerke, die jezt im blühenderen Gange sind, in sogenannte Blokwerke (Blocks), Sonnenwerke (Solar-Works), und Dampfwerke (Steam-Works).

Die Blokwerke, die am häufigsten gebraucht werden, sind mit Potaschekesseln eingerichtet, deren jeder zwischen 80 und 120 Gallons faßt. Diese Kessel sind in zwei parallelen Reihen, acht bis zwanzig in Einer Reihe, eingemauert, so daß Ein Blokwerk (a Block) 16 bis 40 Kessel hält. Unter jedem dieser Kessel sind besondere Canäle zum Durchzuge der Hize: an einem Ende befindet sich der Herd, und an dem anderen Ende tritt das Ende des Zuges einer jeden Reihe in einen gemeinschaftlichen Schornstein. Das Brennmaterial ist Holz von der in den Wäldern dieser Gegend gewöhnlich vorkommenden Art, wie Buche, Ahorn, Ulme, canadische Fichte, Linde etc. Die Klafter (Cord) von diesen Holzarten kostete, in den lezten sechs Jahren, zwischen 75 Cents bis auf Einen Dollar 25 Cents vor den Kessel geliefert.

Während des Abdampfens des Wassers bis zum Sättigungspunkte der Kochsalzauflösung sezt sich ein Theil der der schwefel- und kohlensaure von Eisen gefärbte Kalk, in Löffeln nieder, und wird herausgenommen, und die Verdampfung der Sohle wird fortgesezt, bis nur wenig voll derselben mehr übrig bleibt. Man nimmt nun das Salz, welches schön weiß und feinkörnig ist, in Körbchen heraus, läßt die Sohle ablaufen, und bringt es bei Seite. Die Kessel werden neuerdings mit Sohle gefüllt, und die Arbeit wird wieder von vorne begonnen. Die Kessel beschlagen sich an ihrer inneren Seite sehr fest mit einer Rinde aus erdigen Bestandtheilen und Salz, die fleißig abgenommen werden muß, damit der Kessel nicht anbrennt und Risse bekommt.

Der Größe oder vielmehr der Menge der Erzeugung nach kommen nun die Sonnenwerke am Erie-See. Man hat hier hölzerne Gefäße, die auf einer Menge kleiner in die Erde eingetriebener Pfosten horizontal ruhen. Diese Pfosten sind, nach den Unebenheiten des Bodens, bald lang, bald kurz: zuweilen 10 Fuß hoch, zuweilen kaum über den Boden emporragend; die bequemste Höhe ist 18 bis 36 Zoll von der Erde. Die Weite dieser Gefäße ist 18 1/2, Fuß; ihre Tiefe 6 bis 15 Zoll, ihre Länge 80 bis 640 Fuß. Ueber denselben