Text-Bild-Ansicht Band 38

Bild:
<< vorherige Seite

für die gewöhnlichen Straßen eben so unbrauchbar werden, wie durch erstere. Aus demselben Grunde können die gewöhnlichen Wagen auch nicht auf Eisenbahnen laufen. Um diese Nachtheile zu beseitigen, habe ich folgende Vorrichtung getroffen, welche sich eben so gut an meinen hängenden Eisenbahnkarren, als an irgend einem anderen Fuhrwerke, das auf einer Eisenbahn laufen soll, anbringen läßt.

Ich mache zuweilen meine Räder ohne Vorsprünge, und bringe statt derselben Reibungswalzen an, die an Armen befestigt sind, welche bis zu den Schienen der Bahn herabreichen, so daß diese Walzen gegen die Schienen drüken, und die Stelle eines Vorsprunges am Rade vertreten. Die Anwendung solcher Reibungswalzen ist nicht neu: statt daß aber hier die Arme oder die Walzen feststehend sind, richte ich dieselben so vor, daß, wenn der Wagen oder Karren von der Bahn abtritt, sie sich in die Höhe schieben, und die Walzen ganz dicht an den Kasten des Karrens kommen; oder ich lasse sie um ein Gewinde sich winden, so daß sie am Ende des Wagens oder Karrens sich aufschlagen, und auf diese Weise in ihrer Lage auf irgend eine Art befestigt bleiben, ohne an die gewöhnlichen Hindernisse zu stoßen, die sich auf den gewöhnlichen Straßen finden. Diese Walzen können auf verschiedene Weise befestigt werden: zwei Befestigungsarten aber, die mir die besseren schienen, habe ich gezeichnet, und im Patent-Büreau niedergelegt. Zuweilen verfertige ich die Achsen der Reibungsräder oder Walzen so, daß man sie leicht aus ihren Lagern nehmen kann, und nehme dann bloß diese Räder oder Walzen weg, ohne die Arme oder Lager hierbei in eine andere Lage zu bringen.

Das Neue, was ich hier als Patent-Recht in Anspruch nehme, ist die Vorrichtung der Arme oder Lager, welche die Reibungsräder oder Walzen führen, in der Art, daß sie leicht entfernt werden können, und nicht mehr mit dem Boden in Berührung kommen, wenn sie von der Bahn Herabkommen, was der Fall seyn würde, wenn sie feststehend wären.

Eine andere Weise, nach welcher ich die Eisenbahnkarren oder Wagen in Fuhrwerke für gewöhnliche Wagen umwandle, ist diese, daß ich die Vorsprünge an den Rädern beinahe in der gewöhnlichen Form belasse, dieselben aber so vorrichte, daß sie abgenommen werden können, wenn der Wagen von der Eisenbahn auf die gewöhnlichen Straßen kommt. Dieß kann mittelst Schrauben, Bolzen, Knöpfen, Federsperrkegeln oder auf irgend eine andere leichte und sichere Weise geschehen, welche ich nicht als Patent-Recht in Anspruch nehme, da meine Erfindung bloß in der Abnahme und in dem Aufsezen dieser Vorsprünge zu obigem Zweke besteht.

Man wird leicht begreifen, daß, in diesem Falle, der Reif am