Text-Bild-Ansicht Band 32

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wie dieß möglich ist, und wenn es ausführbar ist, so fragt es sich, ob diese Vorrichtung nicht zu kostbar seyn wird. Die Erfahrung wird dieß bald lehren, indem Hr. Bernhard eine solche Maschine am Surrey-Canal, Kent Road gegenwärtig errichtet.

Bei dieser Maschine ist zugleich Bildung eines leeren Raumes, Druk der Atmosphäre, Hize und Verdichtung des Dampfes in Anwendung gebracht, um Wasser auf eine bedeutende Höhe zu heben, und, durch den Fall desselben, Maschinen zu treiben.

Das Wasser, welches in die Höhe gehoben werden soll, läuft in eine Cisterne in der Nähe eines großen Kessels und aus dieser durch eine gekrümmte Röhre in den Kessel hinauf. Oben an dem Kessel ist eine andere Röhre, die in eine senkrechte, ungefähr 80 Fuß hohe Röhre leitet, die der Patent-Träger die Aufsteigungs-Röhre des heißen Wassers nennt. Um die Temperatur des Wassers in dieser Röhre gleichförmig zu erhalten, ist der untere Theil derselben, in einer Höhe von 30 Fuß, in die Ziegelmauer des Schornsteines des Ofens eingemauert: von dort an umgibt sie eine eiserne trichterförmige Röhre, die den übrigen Theil des Schornsteines bis zum Dache des Gebäudes bildet, welches ein pyramidenförmiger Thurm von 100 Fuß Höhe ist. In der Nähe des oberen Endes des Thurmes befindet sich ein Kühlgefäß aus zwei Reihen von Röhren, die horizontal in einem hölzernen Gehäuse liegen, und in diese Röhren entleert sich das heiße Wasser aus der Aufsteigungs-Röhre, die hier aus dem Schornsteine austritt. Durch dieses Abkühlungs-Gehäuse zieht rings um die Kühlröhren herum immer ein Strom von kalter Luft, die aus dem untersten Theile des Gebäudes durch eine weite Röhre herbeigeführt, und durch eine andere Röhre, die oben an dem Abkühlungs-Apparate angebracht ist, und 25 Fuß über den Thurm hinausreicht, entleert wird, so daß also ein sehr starker Zug Statt haben muß. Dieser Luftstrom kühlt das in den Kühlröhren enthaltene Wasser, welches aus der unteren Reihe derselben ausfließt, und in einer senkrechten Röhre von 36 Fuß Länge niedersteigt. Das untere Ende dieser Röhre ist nach aufwärts umgebogen und in eine Wasser-Cisterne eingesenkt, damit keine äußere Luft eindringen kann. Diese Röhre nennt der Patent-Träger die niedersteigende Röhre des kalten Wassers. Das obere Ende derselben steht mit der Saugröhre einer Luftpumpe in Verbindung, deren man sich anfangs bedient, um eine Art leeren Raumes in diesen Röhren zu erhalten und später die Luft auszupumpen, die sich während der Arbeit aus dem warmen Wasser entwikelt.

Wenn nun die Luft beinahe ausgepumpt ist, wird der Druk der atmosphärischen Luft das Wasser aus der unteren Cisterne durch die erwähnten gekrümmten Röhren in den Kessel drüken und denselben