Text-Bild-Ansicht Band 32

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füllen, und das Wasser durch die senkrechte Röhre (durch die Aufsteigungs-Röhre des heißen Wassers) auf eine Höhe von ungefähr 30 Fuß treiben. Wenn dieß geschehen ist, und Hize auf dieses auf 30 Fuß Höhe gehobene Wasser wirkt, wird, so sagt der Patent-Träger, das heiße Wasser noch um 50 Fuß höher bis in den Kühl-Apparat hinaufsteigen. Sobald es hier in die kleineren Röhren tritt, wird es abgekühlt, und steigt in der niedersteigenden Röhre des kalten Wassers herab, in welcher, da der Druk der Wassersäule größer ist, als der der Atmosphäre, das Wasser in die Cisterne so lang fort überfließen wird, bis Gleichgewicht hergestellt ist. Dieß will aber der Patent-Träger verhindern, indem er einen beständigen Wasserfall zu erhalten sucht.

a, a, Fig. 27. sind die Mauern des Gebäudes, b, c, d, e, sind vier Flöze in demselben. f, der Abkühlungs-Apparat, der mit der Aufsteigungs-Röhre des heißen Wassers in Verbindung steht. h, h, ist die Luftröhre, welche die Luft bei i, erhält, und, nachdem sie durch den Kühl-Apparat durchgeblasen hat, bei der Röhre, j, entweicht, die 25 Fuß über den Thurm emporsteigt (in der Figur ist sie abgebrochen dargestellt). Eine Klappe hindert das Wasser in dem Abkühler vor dem Zurüktreten in die Aufsteigungs-Röhre, und nachdem dasselbe durch eine Reihe von Röhren lief und abgekühlt wurde, fließt es durch die Röhre, k, nieder. Bei l, ist die Luftpumpe mit der Röhre, n, angebracht, wodurch die Verbindung mit dem oberen Theile der Röhre, k, hergestellt wird und wodurch die übrigen Röhren luftleer gemacht werden, q, ist der Behälter, welcher das Wasser auf der natürlichen Höhe desselben durch eine Rinne, z.B. r, erhält. Durch die Wirkung der Luftpumpe steigt das Wasser mittelst der Röhre, s, in den Kessel, t, und aus diesem durch die Röhre, g, bis zur Höhe der punctirten Linie, u. Wenn nun der Kessel mittelst des Ofens, v, gehizt wird, soll das Wasser bis zum Abkühlungs-Apparate emporsteigen. Ungefähr in der Hälfte der Röhre, g, ist eine Schlußbüchse angebracht, damit die Röhren sich bei Temperatur-Wechsel ausdehnen und zusammen ziehen können. Die Röhre, g, ist als senkrecht durch den gemauerten Schornstein, w, und dann durch den Zug, x, bis zur Büchse, y, laufend dargestellt, wo sie in den Kühl-Apparat tritt, während die Zugröhre bei z, sich wegbeugt und über dem Dache sich endet.