Text-Bild-Ansicht Band 32

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Jesuiten die Wetter-Ableiter von den Schiffen verbannt wissen wollen, indem es bei solchen Masten, die viel Eisen führen, die Wetter-Ableiter auf denselben als unerläßliches Bedürfniß erklärt. Es schlägt ferner zur Befestigung der Bolzen Keile, die durch die Augen derselben laufen, statt der Niete vor, indem das Holz durch die Niete zu sehr leidet.

Versuche über Mühlen-Räder und ihren Wasser-Bedarf.

Hr. Poncelet, den unsere Leser als einen sehr scharfsinnigen Hydrauliker und den Erfinder eines eigenen Mühlenrades kennen, welches wir im Polyt. Journ. Bd. XIX. S. 407 beschrieben haben, gibt im Bulletin d. Sc. technol. Janvier S. 44. eine Reihe von Versuchen, die allerdings in einem neuen Leupold aufgenommen zu werden verdienten, die wir aber des beengten Raumes unserer Blätter wegen übergehen müssen, uns begnügend, Mechaniker, die sich vorzüglich mit Mühlenbau beschäftigen, darauf aufmerksam gemacht zu haben. Nur ein paar Resultate dieser Versuche wollen wir hier angeben. Es ergibt sich nämlich, daß, in Hinsicht auf die nüzliche Wirkung, die wagerecht liegenden Mühlräder (à palettes) ungefähr 9561/6685 oder ungefähr 7/5, der Schaufel-Räder oder umgekehrt leztere 5/7 der ersteren brauchen; daß leztere, in ihrem gegenwärtigen unvollkommenen Zustande, nur 1/10 der Theorie, erstere 1/15 leiten; daß sie aber, besser gebaut, wenigstens die Hälfte oder ein Drittel der theoretischen Kraft, also 4 oder 5 Mal mehr, als gegenwärtig, leisten würden.

Ueber die Geschwindigkeit des Schalles

hat Hr. Meikle in Edinburgh New Philosophical Journal N. 11. eine interessante Abhandlung mitgetheilt, und in derselben Formeln zur Berechnung gegeben, die aber von den Beobachtungen Parry's und Foster's, und Franklin's und Kendall's etwas abweichen. Parry's und Foster's Beobachtungen geben im Durchschnitte 1035,19 Fuß für die Secunde bei einer Temperatur von – 17,72 F. Meikle's Formel gibt um 33,27 Fuß weniger. Franklin's und Kendall's geben 1069,28 Fuß bei einer Temperatur von – 9014. Meikle's Formel gibt 57,45 Fuß mehr.

Ueber die Krümmung der Nivellir-Instrumente

befindet sich ein interessanter Aufsaz im März-Hefte des Philosophical-Magazine, N. 27. S. 174, von Hrn. J. Nixon. Wir wünschen, daß derselbe in einem deutschen für Physik und Mathematik bestimmten Journale bald übersezt erscheinen möchte, damit unsere Geodäten sowohl als unsere mathematischen Instrumenten-Macher die hier gegebenen Winke zur Verbesserung dieses eben so wichtigen als gemeinnüzigen Instrumentes benüzen können.

Ueber den natürlichen Nullpunkt an Fahrenheit's Thermometer

hat Sir George Cayley, Baronet, einen interessanten Aufsaz im Philosoph. Magaz. N. 26. Februar l. J. S. 88. eingerükt, den wir nach Réaumure's oder nach dem hundertgradigen Thermometer umgearbeitet, und, wenn möglich, mehr für die Technik von einem deutschen Physiker bearbeitet zu sehen wünschen. Sir Cayley sezt den natürlichen Nullpunkt, den „Punkt der absoluten Abwesenheit alles übertragbaren Wärme-Stoffes“ auf 448° unter 0 an Fahrenheit's Thermometer.

Schwere der reinen atmosphärischen Luft.

Dr. Prout beschäftigt sich gegenwärtig mit Untersuchung der Schwere der reinen atmosphärischen Luft. Er ist mit dieser höchst wichtigen Arbeit noch nicht ganz fertig, erlaubte jedoch Hrn. Prof. Jameson in dessen New Edinburgh philosoph. Journal, N. 11, S. 185, einstweilen bekannt zu machen: „daß 100 Kubik-Zoll reine atmosphärische Luft, bei 60° Fahr. und 30 (engl.) Zoll am Barometer