Text-Bild-Ansicht Band 31

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geheizt wird, die sich überall gleichförmig im Bade vorbreiten. Die Gefäße liegen darin reihenweise übereinander aufgeschichtet, und die offenen Enden derselben stehen an den Seiten des Bades heraus.

Mit diesem so eben beschriebenen Apparate wird nun das Holz auf folgende Weise getroknet. Man stekt das Holz, welches getroknet werden soll, in die oben beschriebenen Gefäße, schließt die Dekel luftdicht darauf, und sperrt dadurch alle Verbindung zwischen dem Inneren des Gefäßes und der äußeren atmosphärischen Luft ab. Dafür wird aber eine Verbindung zwischen dem Inneren des mit Holz gefüllten Gefäßes und dem Abkühler und der Luftpumpe hergestellt, und die Luftpumpe wird durch eine Dampfmaschine, oder durch irgend eine Triebkraft in Bewegung gesezt. Die Temperatur des Dampfes, Wassers oder Sandes, muß vermehrt werden, nach dem größeren oder geringeren Grade von Verdünnung, den die angewendete Luftpumpe erzeugte. Wenn die Luftpumpe eins Verdünnung hervorbringt, die einem Druke von drei Zoll am Queksilber-Eichmaße entspricht, so muß die Temperatur der Gefäße auf ungefähr 130° Fahrenh. gehalten werden. Wenn die Verdünnung durch zwei Zoll angezeigt wird, muß die Temperatur auf 120° F. gehalten werden, und wenn sie nur bis auf einen Zoll gebracht ist, fordert sie eine Temperatur von 112°. Die Temperatur darf nicht mehr, als 5° über oder unter den angegebenen Temperaturen, von denselben abweichen: für Zwischenstände am Eichmaße nahm ich Zwischengrade in der Temperatur. Leztere muß vermehrt werden, wo die Arbeit beschleunigt werden soll, oder die Verdünnung weniger als drei Zoll beträgt; sie darf aber nie 200° F. übersteigen. So wie die Luft in den Gefäßen durch die Wirkung der Luftpumpe verdünnt wird, wird die in dem Holze enthaltene Feuchtigkeit nach und nach in Dampf verwandelt, welcher zugleich mit der in dem Holze enthaltenen Luft aus dem Gefäße durch die Armröhre ausgepumpt wird, die durch die Hauptröhre mit dem Abkühler in Verbindung steht: durch die Verdichtung dieses Dampfes in dem Abkühler wird der Dampf von der Luft geschieden und von dem Sammlungs-Gefäße aufgenommen, und die von demselben immer mehr und mehr befreite Luft wird endlich vollkommen von der Luftpumpe ausgezogen. Alle Ausführungs-Röhren zwischen den Gefäßen, die das Holz enthalten und dem Abkühler, müssen einen geringen Fall haben, so daß der in denselben verdichtete Dampf immer in die Röhren des Abkühlers hinabfließen kann.

Um nun zu sehen, ob das Holz in dem Gefäße auf diese Weise bereits gehörig ausgetroknet wurde, muß dasselbe in dieser Absicht probirt werden. Da aber die Zeit zu einer solchen Probe nach der Größe