Text-Bild-Ansicht Band 31

Bild:
<< vorherige Seite

In einem solchen Hause kann man 1500 bis 3000 Lasten grünes Eichenholz jährlich troknen, und Bau und Einrichtung desselben kommt nicht über 7000 Pf. Sterl.

A, ist das Wasserbad, welches durch Dampfröhren, die sich über dem Boden desselben verbreiten, geheizt wird, und aus welchen das verdichtete Wasser mittelst einer Pumpe in das Wasserbad gepumpt wird. B, luftdichte eiserne Gruben zur Aufnahme des Holzes, welches getroknet werden soll. C, ein Raum, in welchem Beobachtungen angestellt werden, und der Apparat zurecht gerichtet wird. D, Haupt-Auszugsröhre, die in den Abkühlungs-Apparat leitet. E, Raum, um die Gefäße, B, durch Fallthüren auf dem Boden zu füllen und zu leeren. F, Abtheilung für den Dampfkessel, die Dampfmaschine und die Luftpumpe. G, Kessel zur Wärmung des Bades. H, Luftpumpe. I, Keller, welcher den Abkühlungs-Apparat enthält. K, Gefäß zur Aufsammlung des Saftes. L, Pumpe zur Ausleerung dieses Gefäßes, K, M, unterer Behälter mit kaltem Wasser. N, oberer Behälter mit kaltem Wasser. O, Abkühler. P, Röhre, welche von dem Aufsammlungsgefäße, K, nach der Luftpumpe führt. Q, Lager des Kessels der Dampfmaschine. R, Lage des Cylinders derselben. S, S, Scheunen oder Sägegruben für getroknetes und ungetroknetes Holz. T, T, Queksilber-Eichmaße, welche zeigen, wann die Arbeit vollendet ist.

VIII. Practischer Unterricht, um die Bausteine auf ihren Widerstand gegen den Frost nach dem Verfahren des Hrn. Brard zu prüfen; abgefaßt von Hrn. Héricart de Thury.

Aus den Annales de Chimie et de Physique. Bd. 38 S. 189.

I. Man wählt Probestüke von den zweifelhaften Stellen des Steinlagers, welches man prüfen will, zum Beispiel von solchen Stellen, welche Verschiedenheiten in der Farbe, dem Korn oder dem Aussehen zeigen.

II. Man zerschneidet oder zersägt diese Probestüke in Würfel von zwei Zoll Höhe, mit scharfen Kanten, weil Stüke die bloß gebrochen worden sind, durch den Stoß allein schon eine Verrükung ihrer Theilchen erleiden und so täuschende Abnuzungen zeigen könnten, welche nicht durch die Qualität des Steines, sondern bloß durch die Kraft, welche ihn zerbrochen hat, veranlaßt worden wären.

III. Man numerirt oder zeichnet jedes Probestük mit Tusche