Text-Bild-Ansicht Band 31

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der Richtung der Halbmesser stehen) benüzt werden kann. Dieses Rad hat 4 1/2, Fuß im Durchmesser, und 10 Ruder, wovon jedes 15 Zoll lang und 8 Zoll breit ist. Er brachte dasselbe zwischen zwei Bothen an, von welchen es in verschiedener Tiefe eingesenkt und von zwei Männern getrieben werden konnte, und versuchte es in der Themse bei einer Ladung von 1500 Pf. in den beiden Bothen mit folgenden Resultaten:

A. Die Triebkraft des Rades nimmt zu, je tiefer das Rad in das Wasser gesenkt ist, und ist dann am größten, wann das Rad gänzlich unter Wasser ist.

B. Die Ruder drüken das Wasser auf ihrem Durchgange durch dasselbe nicht nieder und heben es nicht auf, und das Ruderrad erzeugt keine zitternde Bewegung an den Bothen.

C. Der Schwall oder das Hinterwasser ist unbedeutend und kaum merklich, wenn das Ruderrad unter Wasser ist.

Um eine sichere Vergleichung zwischen der Triebkraft meines Ruderrades und des gewöhnlichen anstellen zu können, ließ ich die Bothe bei Hochwasser über die Themse zurükrudern.

1. Das gemeine gewöhnliche Ruderrad (in welches ich das meinige umwandelte) machte in 6 1/2 Min. 198 Umläufe
2. Mein Patent-Ruderrad, auf 8 Tiefe eingesenkt 5 3/4 176
3. Do. auf 1/4 eines Durchmessers 5 3/2 155
4. Do. zwischen 1/4 und 1/2 5 1/4 154
5. Do. gänzlich unter Wasser 6 128

Die Zahl der Umläufe für denselben Abstand verhält sich umgekehrt wie die Triebkraft. Folglich ist die Triebkraft des Patent-Ruderrades, in der Tiefe von N. 4. eingesenkt, mehr als 25 p. C., und ganz eingesenkt, wie in N. 5, mehr als 50 p. C. höher, als an dem gewöhnlichen Ruderrade.

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Die hier angegebene Vorrichtung läßt sich auch, wie es dem Uebersezer scheint, mit Vortheil für Förderung der Wagen umkehren. Wenn, a, a, ein gewöhnliches Wagenrad, und wenn, b, ein Zahnrad auf der Nabe dieses Rades ist, und, d, ein Zahnrad, das auf einer Kurbelachse befestigt ist, die in Pfannen auf einem Gestelle läuft, welches auf der Achse, c, angebracht ist, so wird das Rad, a, mit einer Kraft und Geschwindigkeit bewegt werden, die sich wie der Durchmesser von, d, zum Durchmesser von, b, verhält. Wenn nun das Rad, d, so groß ist, als das Rad, a, so wird eine sehr geringe Kraft dazu gehören, um das Rad, d, und folglich auch das Rad, a, zu treiben, wie man aus der bekannten Erfahrung aller Kutscher