Text-Bild-Ansicht Band 31

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weiß, daß zur Bewegung eines schwer geladenen Wagens, den die Pferde nicht mehr weiter zu ziehen vermögen, die geringe Nachhülfe des Kutschers an den Felgen eines einzelnen Rades des Wagens oft hinreicht. Es ist offenbar, daß zwei Menschen, wovon der eine zwei solche Triebräder, d, an den vorderen, der andere zwei ähnliche an den Hinteren Rädern mittelst ihrer Kurbelachse treibt, hinreichen müssen, um einen schwer beladenen Wagen zu bewegen, und daß zwei Pferde an der Achse von, d, angespannt ebensoviel und noch mehr ziehen können, als vier Pferde, die man an der Achse von, c, angespannt hält. Für jeden Fall erhielte man durch diese Vorrichtung weit bequemere Handwagen, als die Draisinen unbequeme und unsichere Fußwagen gewesen sind. Es soll nur ein Schlosser einmal ein solches Räderwerk versuchen, und er wird sich bald von der Brauchbarkeit desselben überzeugen.

LIII. Des Mechanikus Ludwig Georg Treviranus Methode, den Betrag der partiellen Gefälle eines Stromes, vorzüglich in Hinsicht auf Dampf-Schifffahrt, zu ermitteln.

Die Methode, welcher man sich gewöhnlich bedient, den Betrag eines Stromgefälles zu ermitteln, ist bekannt.

Eine andere von der gewöhnlichen ganz verschiedene Methode, welche ich vor etwa 8 Jahren in Bremen erfand, und die ich schon zu der Zeit nach mehreren Probeversuchen als etwas nicht Unwichtiges betrachtete, entschließe ich mich jezt, durch dieses Journal öffentlich bekannt zu machen, unter anderen Gründen, auch aus dem Grunde, weil meine frühere Ansicht, daß sie auf theoretisch richtigen Grundsäzen beruht, und auch in praktischer Hinsicht für den oben in der Ueberschrift angegebenen Zwek sehr brauchbare Resultate liefern dürfte, seitdem sich nichts geändert hat.

Zu der Ermittelung des Totalgefälles einer langen Stromstreke ist sie nicht geeignet, und ein gewöhnliches Nivellement ihr vorzuziehen. Aber zu der Untersuchung kurzer, oder partieller Gefälle eines Stromes, in Bezug auf eine etwa auf diesem Strom einzurichtende Dampf-Schifffahrt scheint sie sich besser, als jede andere mir bekannte Methode zu eignen, indem es in diesem Fall insbesondere darauf ankommt, im Voraus den Einfluß zu ermitteln, den das Gefälle des in der Untersuchung begriffenen Strompunktes, verbunden mit der Geschwindigkeit des Wassers, und die aus beiden resultirenden Kräfte auf die Bewegung des künftigen Dampf-Schiffes haben werden, um darnach beurtheilen zu können, ob das Dampf-Schiff