Text-Bild-Ansicht Band 28

Bild:
<< vorherige Seite

verfertigt werden, dem Bath-Steine, wie die Patent-Träger behaupten, ähnlich werden können, es müßte nur in der Parret-Erde irgend etwas vorkommen, wodurch die Oxydation des in dem Thone vorkommenden Eisens gehindert wird, folglich auch die rothe Farbe beseitigt wird, die alle Aehnlichkeit mit dem Bath-Stone aufhebt. Dieß kann vielleicht der Fall seyn; denn wir sehen, daß Ziegel, bei deren Verfertigung man Steinkohlen-Asche statt des Sandes nimmt, weit heller und weniger roth aus dem Ofen kommen, indem die in dieser Asche noch vorhandenen brennbaren Theile die Oxydation des in dem Thone enthaltenen Eisens hindern. So könnte es auch leicht möglich seyn, daß, da der Parret durch das lange Sedgemoor fließt, welches, wie sein Name andeutet, einst ein Moor oder Sumpfland war, in dem von dem Wasser abgesehen Thone so viel Pflanzenerde oder Torf enthalten ist, daß dadurch eine ähnliche Wirkung, wie durch die Kohlenasche bei Verfertigung der Ziegel, zum Vorscheine kommt.“ 167)

„Die Parret-Erde mag den Patent-Trägern der Localitäts-Verhältnisse wegen, immer Patent-Recht bleiben; wir glauben aber, daß es schwer seyn dürfte, den Ziegelbrennern zu verbiethen, von irgend einer „zähen, lehmigen, leichten Erde von graulicher Farbe“ Gebrauch zu machen, weil diese Erde der Parret-Erde ähnlich ist; indem man eine solche Erde schon oft zum Ziegelschlagen benüzt hat, und die Parret-Erde selbst noch nicht genau genug ihrer Natur nach bekannt ist, um mit Sicherheit sagen zu können, daß eine ihr ähnliche Erde, die anderswo gefunden wird, wirklich Parret-Erde ist.“

„Wir müssen endlich noch bemerken, daß man in Suffolck schon vor vielen Jahren weißliche Ziegel brannte, die dem Bath-Steine so ähnlich sehen, als die Ziegel der Patent-Träger demselben nur immer ähnlich sehen können. Man findet Häuser von solchen Ziegeln in London, unter anderen eines an dem östlichen Ende der Fenchurche-Straße.“

167)

Diese Bemerkung verdient allerdings mehr Aufmerksamkeit, als man derselben bisher schenkte. Man beschäftigte sich bisher in der Töpferkunst, wenn man ja wissenschaftlich zu Werke ging, mehr mit der Analyse des Thones, als mit den Phänomenen, die bei dem Brennen desselben Statt haben, und es ist nur zu gewiß, daß man durch verschiedene Zusäze, die man dem Thone beimengt, die Farbe desselben bei dem Brennen sehr verändern kann. A. d. Ueb.