Text-Bild-Ansicht Band 19

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beizt und bronzirt, welches gleichfalls gehörig gelüftet ist, um alles salpetrige Gas und alle sauren Dämpfe frei in die Luft entweichen zu lassen; während dort, wo, wie gewöhnlich, in dem untersten Stokwerke gebeizt wird, zum Verderben der Arbeit und mit Belästigung der Arbeiter, diese Dämpfe aufsteigen, und sich in der Werkstätte verbreiten. Durch Leitung des Dampfes in die oberen Stokwerke kann er sich daselbst leicht warmes Wasser verschaffen, und auch seine Bronzir-Flüßigkeiten hizen. Das Gefäß mit kaltem Wasser, aus welchem der Dampfkessel gefüllt wird, befindet sich gleichfalls in dem oberen Gemache.

Erklärung der Zeichnung.

Tab. II. Fig. 24. zeigt den Schmiedeherd oder die Esse und den Kessel von vorne, und Fig. 25. im Durchschnitte oder von der Seite. a, ist die Platte aus Gußeisen vorne mit einem aufsteigenden Rande. b, ist die Pfanne oder Esse aus geschlagenem Eisen, c, die Röhre, welche die Luft aus den Blasebälgen herbeiführt. d, die Oeffnung an der Seite der Esse, durch welche der Wind eingelassen wird, e, der Hut der Schmiede, wie gewöhnlich auf einer flachen gekrümmten Eisenstange gebaut, deren Ende in die Mauern eingelassen sind; sie wird überdieß noch von einer eisernen Stange gestüzt, welche oben an einem Balken aufgehängt oder befestigt ist, durch die flache Eisenstange durchläuft, und mittelst einer Schraube und eines Nietes an derselben befestigt wird. f, ist die untere Thüre, die zu dem Aschenloche des Ofens g, führt, h, ist die obere Thüre unter dem Hute, hier durch punctirte Linien angedeutet. i, in Fig. 25. sind die Roststangen des Ofens, gleich hoch gestellt mit der Platte des Schmiede-Ofens a. j, ist der Ofen; k, der Kessel, der auf den beiden Seitenmauern des Ofens ruht: sein hinteres Ende nähert sich bis auf zwei und einen halben Zoll dem Hinteren Theile des Zuges in dem Schornsteine, l. m, ist eine eiserne Platte mit einem Ausschnitte, in welchen das Ende und ein Theil der Seiten des Kessels genau paßt. Sie nöthigt die erhizte Luft, da sie in die Endwand und in die Seitenwände des Ofens eingelassen ist, nachdem diese unter dem Kessel durchgegangen und bis an das Ende desselben hinaufgestiegen ist, wieder auf jeder Seite zurükzukehren, und oben über dem Kessel in den Schornstein zu entweichen: es ist hier nämlich eine Oeffnung zwischen der Platte, m, und der eisernen Platte, n, gelassen,