Text-Bild-Ansicht Band 19

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mit einer schweren eisernen Keule niedergedrükt und geklopft, und zu ungefähr fünf gleichen Ballen geformt. Eine Stunde und drei Viertel sind jezt vorbei.

Die Ballen kommen glühend heiß aus dem Ofen unter den Zerrenn-Hammer (stamping hammer), wo jeder zwischen 70 und 100 Schläge bekommt, und in rohe Platten geformt wird. Sie werden hierauf im Wasser gekühlt, gewogen, und wiegen gewöhnlich im Ganzen 294 Pfund, (2 Ztr. 3 Quarters 19 Pfund) oder geben beinahe 86 per Cent.

Folgende Antworten erhielt ich auf meine Fragen von dem Vorsteher dieser Werke

Ueber das Schmelzen der Erze.

1. Frage. Wie viel Steinkohlen, und von welcher Art braucht man zum Rösten einer Tonne (20 Ztr.) Erz?

Antw. Fünf Zentner. Wir brauchen kleine Kohlen aus der Grube.

2. Fr. Wieviel Zeit braucht man zum Rösten?

Antw. Im Kleinen, Eine Woche; es kommt aber wohlfeiler, und ist besser, große Quantitäten auf Ein Mahl zu rösten.

3. Fr. Wieviel beträgt der Verlust bei der Röstung?

Antw. Beinahe Ein Viertel.

Ueber die Bereitung der Kocks.

4. Fr. Welche Arten von Kohlen werden zu Kocks gemacht?

Antw. Alle, mit Ausnahme der Schwefelkies haltigen oder Stinkkohlen (stinking coal); die Ober-Kohlen (top coals) geben die besten.

5. Fr. Wieviel Zeit braucht man zur Bereitung der Kocks?

Antw. Zwischen fünf, sieben bis acht Tage.

6. Fr. Wieviel verliert man an Gewicht bei Verwandlung der Steinkohlen in Kocks?

Antw. Die Hälfte.

Ueber den zum Schmelzen angewendeten Kalkstein.

7. Fr. Was für verschiedene Sorten von Kalkstein braucht man hierzu?

Antw. Wenlock- und Littleshall-Kalkstein.

8. Fr. Warum hält man den Littleshall-Kalkstein für den besten?

Antw. Man sagt, daß man weit weniger davon bedarf,