Text-Bild-Ansicht Band 19

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so sieht man, daß die Wirkung der Leisten den Rädern höchstens 0,36 dieser Quantität verschaffen wird.

Wenn man jezt, statt die übertragene Wirkung mit jener zu vergleichen, welche das Wasser wirklich besizt, sie mit denjenigen vergleichen wollte, welche dem ganzen Falle des Wassers von seinem Niveau an in dem Behälter bis zum unteren Ende des Rades zukommt, eine Quantität der Wirkung, die wahrhaft von der Art ist, daß man sie in der Praxis beachten muß, so würde man wahrscheinlich finden, daß sie, in den meisten Fällen, höchstens 0,32 oder 0,33 ist.

Bei dieser Unvollkommenheit der senkrechten unterschlächtigen Räder, und gemäß den wohl bekannten Vortheilen, die ihnen auf der anderen Seite zukommen, und worüber schon oben gesprochen wurde, suchte ich, indem ich die vorzüglichsten Verbesserungen, die bei diesen Rädern bereits angebracht wurden, benüzte, die Form derselben in der Art abzuändern, daß sie fähig würden, eine nuzbare Wirkung hervorzubringen, welche sich mehr dem absoluten Maximum näherte, und sich kaum von dem der besseren gebräuchlichen Räder entfernte, und dieses zwar ohne sie ihrer ausgezeichneten Eigenschaft einer großen Schnelligkeit zu berauben. Die ganze Frage besteht, wie man nach dem Principe der lebendigen Kräfte weiß, darin, es so einzurichten, daß das Wasser, indem es keinen Stoß bei seinem Eintritte in das Rad ausübt, dasselbe gleichfalls verläßt, ohne merkliche Geschwindigkeit zu behalten.

Indem ich dieß überlegte, schien es mir, daß man dieser doppelten Aufgabe dadurch Genüge leisten könne, wenn man die geraden Schaufeln der gewöhnlichen Räder durch krumme oder cylindrische ersezen würde, welche ihre Concavität dem Strome darbieten, und deren Elemente, vom ersten an, welches sich an jenen des äußeren Umfanges des Rades als Tangente anschließen würde, immer weniger und weniger gegen den Halbmesser geneigt wären, und also eine krumme oder fortwährende Oberfläche bilden würden. Es ist einleuchtend, daß das Wasser, angelangt auf diesen Krummen, in einer fast tangentiellen Richtung mit ihrem ersten Elemente, dort, ohne dieselben zu stoßen, sich bis zu einer Höhe erheben wird, welche der relativen Geschwindigkeit, die dasselbe besizt, zukommt, und dann hinabsteigen wird, indem es von Neuem, aber in entgegengesezter Richtung, der Bewegung des Rades, eine relative Geschwindigkeit erlangt, die jener gleich