Text-Bild-Ansicht Band 19

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wo es auf das Rad wirkt, kennen zu lernen, und daraus das Verhältniß dieser Quantität zu jener, welche durch das leztere im Falle des Maximum der Wirkung geleistet wird, abzuleiten.

Ich halte es für nöthig, im Voraus zu bemerken, daß die verschiedenen Versuche, welche diese Abhandlung enthält, und, die numerischen Berechnungen, welche sie benöthigen, gleichzeitig in den Monaten August und September des Jahres 1824 gemacht wurden, und daß ich in diesem eben so zarten als mühevollen Theile meiner Arbeit durch die Gefälligkeit des Hrn. Capitain's des Genie Lesbras, und durch seinen Eifer für Förderung der Wissenschaften unterstüzt wurde.

Erster Theil.
Beschreibung und Theorie der unterschlächtigen senkrechten Räder mit krummen Schaufeln.

1. Die erste Figur stellt ein senkrechtes Rad mit krummen Schaufeln dar, welches so gestellt ist, daß der Stoß des Wassers und der Verlust der Geschwindigkeit, welcher gewöhnlich dann Statt findet, nachdem es auf das Rad gewirkt hat, soviel möglich vermieden wird. Diese Schaufeln sind an ihren Enden in zwei kreisförmige Ringe eingeschlossen, wie die Eimer-Räder, ohne jedoch, wie diese einen Boden zu haben; sie können aus schmalen Schienen zusammengesezt seyn, wenn man sie aus Holz macht; sonst aber müssen sie aus Einem Stüke bestehen, entweder aus Gußeisen oder aus Eisenblech, und dann braucht man sie nicht in kreisförmige Bühnen einzulassen, indem man dort Ohren oder Leisten anbringt, die auf diese Bühnen genagelt oder gebolzt werden. In gewissen Fällen wird man es vorteilhafter finden, die Ringe zu unterdrüken, und sie durch Radschienen zu ersezen, wie dieß gewöhnlich bei den unterschlächtigen Rädern gebräuchlich ist; die krummen Schaufeln müssen dann durch kleine eiserne Klammern unterstüzt werden, deren unterer Theil über der Schiene angebracht ist, nachdem er dieselbe quer durchlaufen hat; der Rest der Klammer, dünner und nach der Krummen gebogen, welche weiter unten untersucht werden wird, muß in den Zwischenräumen mit kleinen Löchern durchbohrt seyn, um die Nägel oder Bolzen aufzunehmen, welche bestimmt sind die Oberstemme zu befestigen. In dem Falle, von welchem es sich hier handelt, wird es überdieß für die Wirkung nüzlich seyn, vorspringende Leisten auf den Oberstemmen nach