Text-Bild-Ansicht Band 19

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Wenn man, D, den Ausfluß des Wassers in Einer Secunde dem Volumen nach nennt, und bemerkt, daß g = 9,m 809; so erhält man, wie man weiß, m g = 100 Kil. D. nach diesem werden obige Formeln, welche die Quantität der dem Rade übertragenen Wirkung ausdrüken, für den Fall irgend einer Geschwindigkeit v,

Pv = 2000D/9,809 (Vv) v = 203,8943 D (Vv) v;

und für den Fall des Maximum

Pv = 1000 DH.

Der Druk oder die Kraft, welche unter den nämlichen Umständen am Ende des Halbmessers des Rades ausgeübt wird, wird also respective seyn:

P = 203,8943 D (Vv) Kil.

P = 1000D H/¹/₂V = 1000D V/g = 101, 9472 DV Kil.

Hieraus ersieht man, daß, der Theorie nach, 1) das Rad, von welchem die Rede ist, eine doppelt so große Wirkung, als die gewöhnlichen unterschlächtigen Räder, welche zugleich der möglich größten aller Wirkungen gleich ist, hervorbringen wird; 2) daß der Druk oder die Kraft, welche auf das Rad ausgeübt wird, ebenfalls das Doppelte von demjenigen ist, welches auf unterschlächtige Räder für die nämliche Geschwindigkeit ausgeübt wird; ein kostbarer Vortheil in allen Fällen, wo der zu besiegende Widerstand beim Abgange beträchtlich ist; 3) daß die Geschwindigkeit des Rades, welche dem Maximum der Wirkung entspricht, die Hälfte von der des Stromes ist, und folglich so groß, wie bei den gewöhnlichen Schaufelrädern.

5) Verschiedene Umstände hindern, daß alles in der Praxis sich vollkommen so verhalten kann; man muß daher dieselben untersuchen, ehe man weiter geht, sowohl um ihren respectiven Einfluß auf die Ergebnisse kennen zu lernen, als auch um daraus die Regeln für eine bessere Einrichtung, welche man den verschiedenen Theilen des Systemes zu geben hat, abzuleiten.

Die vorausgehende Theorie sezt voraus, daß das Wasser in das Rad eintritt, ohne die Krummen zu stoßen, und daß es aus demselben mit einer Geschwindigkeit austritt, welche eine entgegengesezte Richtung, im Vergleiche derjenigen hat, welche der Umkreis des Rades besizt: nun sind diese zwei Forderungen