Text-Bild-Ansicht Band 19

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Rad wirken muß, während, H, immer die Höhe ist, welche der effectiven Geschwindigkeit des Wassers im Laufe zukömmt, und, E, der Punct oder der obere Faden, welcher dem Umkreise des Rades begegnet; so muß man, nach dem Vorausgehenden, die Länge H/2 auf diesem Umkreise von, E nach F, ziehen, um den Punct, F, zu haben, wo das Wasser von dem Rade abzugleiten anfängt. Aber der obere Faden, DE, ist nicht allein; er hängt mit mehreren anderen zusammen, welche, da sie ein wenig später in's Rad eintreten, kurz nach dem ersten aus demselben treten, d.h., jenseits des Punctes, F, wenn überdieß diese verschiedenen flüßigen Faden nicht wechselseitig auf sich Einfluß hätten, so daß sie fast im nähmlichen Augenblike aus dem Rade treten. Wahrscheinlich wird man sich nicht viel von der Wirklichkeit entfernen, wenn man den Austritts-Punct, F, nach dem mittleren Faden, ab, der Wasserschichte des Laufes, statt des oberen Fadens, DE, bestimmt.

Es ist einleuchtend, daß man an dem also bestimmten Puncte, F, den Vorsprung oder Aussprung des Laufes anbringen muß, um den Abfluß des Wassers zu erleichtern, sobald es aus dem Rade zu treten beginnt; man kann in dem Grunde des unteren Canales, HT, (Fig. 1, 3 und 4.) mittelst einer geraden sehr geneigten Linie, oder durch eine Krumme, FH, anpassen, die zu diesem Grunde taugent ist. Es wird auch vortheilhaft seyn, die Baken des Laufes im Puncte, F, zu endigen, um dem Wasser zu verstatten, sich unmittelbar nach der ganzen Breite des Ausganges auszubreiten, welchen der untere Canal darbiethet, oder, wenn dieß durch die Beschaffenheit der schon angebrachten Einrichtungen unmöglich ist, so muß man, von der Stelle angefangen, wo es die Figuren 2 und 6. andeuten, denselben erweitern.

Was die Höhe des Vorsprunges, F, über dem Grunde des unteren Canales betrifft, so bezieht sie sich auf die eigenthümliche Leitung des Wassers in diesem Canale; und es läßt sich in diesem Bezuge nichts besonderes vorschreiben, außer, daß man ihm die möglich mindeste Erhöhung geben muß, um die Höhe des Falles nicht zu sehr zu vermindern. Uebrigens gelten die Vorschriften, welche man in dieser Rüksicht geben könnte, für alle Räder, aus welchen das Wasser mit einer Geschwindigkeit entflieht, die Null oder fast Null ist, und man