Text-Bild-Ansicht Band 19

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das Wasser eines kleinen Baches aufzunehmen, den es gänzlich verdämmte; ein Theil der Wand, an der Seite des Rades, ist vorwärts geneigt, wie es unter Nr. 2. erklärt wurde, und in Fig. 1. und 2. dargestellt ist; und man hat an seinem unteren Theile eine Schleuse von der Breite des Laufes, d.h. von ungefähr 76 Millimeter, und von ungefähr 37 Millimeter Höhe, senkrecht im Grunde des Laufes gemessen, angebracht, dessen Gefälle zu 1/10, sich im Inneren des Gefäßes bis zu einer Entfernung von ungefähr 10 Centimeter verlängert. Die Seitenränder dieser Schleuse sind so zugerundet, daß sie so viel möglich die Zusammenziehung der flüssigen Ader vermeiden, und um sie zu schließen, ist innenwendig ein erstes hölzernes Schuzbrett, ab, (Fig. 1.) angebracht, welches etwas über die Zurundungen der Schleuse hinausgeht, und überdieß eine Stange, ac, trägt, um sie nach Belieben zu heben oder zu senken, wenn man dem Rade Wasser geben will.

Da dieses Schuzbrett übrigens für dieselbe Reihe von Versuchen oft geöffnet und geschlossen werden mußte, so konnte es nicht dazu dienen, die Oeffnung der Schleuse mit genügender Genauigkeit zu bestimmen; man brachte daher vorne ein anderes, BR, aus feinem Bleche an, das sich in sehr engen Falzen schiebt, welche genau in der Verlängerung der äußeren Fläche des Rükhaltes liegen, so daß dadurch kein Verlust an Wasser entsteht. Da dieses Schuzbrett zur Regulirung der wahren Oeffnung dient, so berührte man es nicht, außer wann es nothwendig war, es für eine neue Reihe von Versuchen zu ändern; man trug Sorge, das innere Schuzbrett hinlänglich zu erheben, damit es auf keine Weise den Fluß des Wassers stören konnte. Uebrigens machten wir auf die übrigen Vortheile, welche mit dieser Einrichtung verbunden sind, schon (unter 2) aufmerksam.

15, Um mit hinlänglich strenger Genauigkeit die Oeffnung des äußeren Schuzbrettes zu bestimmen, ließen wir uns kleine Lineale von Holz verfertigen, welche zur Breite die verschiedenen anzubringenden Oeffnungen hatten; man traf alle nöthige Vorsicht, um sich zu versichern, daß sie nicht in dem Augenblike, wo man sich ihrer bedienen mußte, beträchtlich abwichen; man befestigte dann die eine ihrer beiden Flächen am geneigten Grunde des Laufes, und senkte das Schuzbrett, bis sein unteres Ende die andere Fläche berührte; man ließ dann das Lineal nach allen Richtungen zwischen das Schuzbrett und den Lauf gleiten,