Text-Bild-Ansicht Band 19

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zugeschrieben werden, die bei kleinen Geschwindigkeiten großen Einfluß ausübt.

Nach diesen verschiedenen Betrachtungen wird man also überrascht seyn, daß die Uebereinstimmung der Theorie und der Erfahrung sich für den Fall unserer Vorrichtung so weit gehalten hat; aber man muß sie nicht dem Zufalle zuschreiben, da sie sich auf dieselbe Weise in allen Reihen von Versuchen aussprach, wodurch wir eine große Menge von Größen bestimmt haben: oft differirten sogar die Ordinaten der Krummen des Gewichtes nur auf eine völlig unbestimmbare Art von denen einer geraden Linie. Daher muß man im Allgemeinen die Principien, von denen wir ausgingen (4), um die Theorie des senkrechten Rades mit krummen Schaufeln aufzustellen, als genau und mit der Erfahrung übereinstimmend anerkennen: wir werden überdieß bald neue Beweise für die Genauigkeit unserer Formeln sehen.

25) Wenn man die Zahlen prüft, welche in der lezten Columne zur Rechten der Tabelle eingetragen sind, so wird man bemerken, daß das Maximum der Quantität der Wirkung des Rades für den Versuch 27 eintrat, indem er 0,6667 oder 2/3 der Umdrehung dieses Rades gewährte. Um diese Geschwindigkeit mit jener zu vergleichen, welche im nämlichen Falle durch die Theorie angegeben wird, so müßte man die mittlere Geschwindigkeit des Wassers in dem Augenblike kennen, wo es in die Krummen tritt: nun gibt es nur unmittelbare Erfahrungen über die Beschaffenheit derselben, welche am Ende dieser Abhandlung werden beschrieben werden, und welche uns dieselbe auf eine hinreichend genaue Weise geben könnten; das Mittel, welches anfangs von Smeaton für den Fall von Rädern mit gewöhnlichen Schaufeln angewendet wurde, würde hier in der That zu wenig genügenden Resultaten führen, in Betracht der eigenthümlichen Form der Schaufeln.

Um, von einer anderen Seite, den mittleren und absoluten Werth der Geschwindigkeit unseres Rades kennen zu lernen, welcher der Zahl der obigen Umdrehungen entspricht, müßte man anfangs wissen, in welcher Entfernung vom Mittelpuncte dieses Rades man den Mittelpunct des mittleren Drukes des Wassers annehmen müßte; alles dieß macht folglich die Werthbestimmung des genauen Verhältnisses des Rades und Wassers für den Augenblik des Maximum der Wirkung schwierig.

Man kann aber hier auf eine andere Weise den oben angestellten