Text-Bild-Ansicht Band 19

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immer, wann die Höhe des Wassers im Behälter gut geregelt und kein Hinderniß da ist, welches sich seiner Bewegung beim Austritte aus der Schleuse oder im Laufe entgegenstellt. Man wird überdieß einen großen Theil der Versuche vermeiden, welche nöthig sind, um die Spizen der Stangen in Berührung mit der Oberfläche des Wassers zu bringen, wenn man, statt diese Stifte bloß durch das Stük, AB, laufen, und dort mittelst der Reibung allein festhalten zu lassen, man ihr Einsenken durch einen Theil von Schraubengängen, der an jedem derselben angebracht ist, regelt, in dem Theile nämlich, der diesem Stüke entspricht.

37. Um nichts Wesentliches zu vernachlässigen, müssen wir Ans zurükrufen, daß die Seitenwände des Laufes, welcher zu unsern Versuchen diente, kreisförmige Vertiefungen; REC, (Fig. 2. und 3.) tragen, welche bestimmt sind, die Ringe des Rades aufzunehmen, welche also die Verlängerungen des vorderen Theiles dieser Seitenwände bilden. Bevor wir daher einen Versuch über das Ausstießen begannen, hielten wir es für zwekmäßig, diese Vertiefungen mit kleinen Brettern einzufassen, welche genau an die Wände des Laufes anschließen, und dieses zwar um die Sachen sast in den nämlichen Stand zu sezen, als ob man mit dem Rade arbeitete, und überdieß eine zu große Unförmlichkeit im Durchschnitte der Wasserschichte zu vermeiden. Nachdem hierauf die Oeffnung des Schuzbrettes und die Höhe des Wassers im Behälter gehörig geregelt waren, konnten wir mit einiger Genauigkeit den Durchschnitt unter der Achse des Rades in CC ' (Fig. 2. und 3.) d.h. ungefähr in 11 Cent. des Schuzbrettes, nehmen, und daraus die Geschwindigkeit des Wassers am nämlichen Orte ableiten: ein ähnliches Verfahren, neben dem zusammengezogenen Durchschnitte wiederholt, d.i. in einer Entfernung von dem oberen Vorsprunge der Schleuse, welche fast ihrer halben Höhe gleichkommt, erlaubte uns die größte Geschwindigkeit des Wassers beim Austritte aus der Schleuse herzuleiten; das Verhältniß zwischen diesen beiden Geschwindigkeiten war überdieß unmittelbar durch das umgekehrte Verhältniß der entsprechenden Durchschnitte angegeben.

Obgleich die Berechnung dieses Verhältnisses und der Geschwindigkeit beim Austritte aus dem Schuzbrette für unseren Zwek eben nicht unerläßlich war, glaubten wir doch die Ergebnisse in der folgenden Tabelle anzeigen zu müssen, da sie nüzliche Bemerkungen veranlassen können. Aus dem nämlichen Grunde verglichen wir auch die Geschwindigkeit des Wassers am Schuzbrette mit der mittleren Geschwindigkeit, die durch die bekannten Formeln ausgedrükt ist, und welche beinahe, wie man weiß, von der Höhe des Niveaus über dem Mittelpuncte der Oeffnung abhängt. Um endlich gar nichts zu vernachlässigen, was einiges Interesse haben könnte, berechneten wir den theoretischen Ausfluß oder Verbrauch des Wassers und sein Verhältniß zum wirklichen Verbrauche, der sich aus den Versuchen ergab.