Text-Bild-Ansicht Band 19

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sie einen beträchtlichen Theil der Geschwindigkeiten des Wassers beim Austritte aus der Schleuse verlieren machen. Wir stellten dieselben nur auf, um einen Maßstab für die Genauigkeit zu liefern, welche in den Versuchen erhalten wurde, und um das nöthige Vertrauen in die Ergebnisse, welche man daraus abzuleiten Willens ist, einzuflößen; vielleicht dienen sie auch in der Folge irgend einen noch dunklen Punct in der Theorie der Flüßigkeiten aufzuklären. Man darf nicht vergessen, daß unser wesentlicher Zwek hier ist, den Verlust an Geschwindigkeit zu bestimmen, welchen das Wasser von Seite der verschiedenen Widerstände erlitt, die mit dem gebrauchten Apparate verbunden waren. In der folgenden Abtheilung werden wir das Verhältniß der Quantität der Wirkung, die wesentlich dem Rade übertragen wird, gegen jene prüfen, welche das Wasser in dem Augenblike, wo es zu wirken anfängt, besizt, und wir werden alle Ursachen erörtern, welche auf die Ergebnisse Einfluß haben konnten, so daß keine Ungewißheit über den Grad des Vortheiles übrig bleibt, welchen in der Praxis die Räder, von denen die Rede ist, gewähren können.

Vierter Theil.
Untersuchung der Größe der Wirkung, welche, in verschiedenen Fällen, die Räder mit krummen Schaufeln geben.

50. Da uns die Resultate, welche wir im vorhergehenden Paragraphe erhielten, in den Stand sezen, die Geschwindigkeiten, welche das Wasser in dem Augenblike besizt, wo es auf das Rad wirkt, unmittelbar zu berechnen; so würde es leicht seyn, daraus auf den Theil der Wirkung, den dieses mittheilt, zu schließen, indem man sich der Zahlen bedient, die in der Tabelle des Artikels 30. eingetragen sind. Allein wir haben uns vorgesezt, zuerst einige schwierige Puncte zu erörtern, worauf wir den Leser bereits aufmerksam gemacht haben.

Für's Erste hat man bemerkt (43 und 46.), daß die Verhältnisse der wirklichen Geschwindigkeiten des Wassers am Rade zu den Geschwindigkeiten, welche, nach der Theorie, der Höhe des Wassers unter dem Mittelpuncte der Mündung zukommen, nach der Beschaffenheit der angewandten Operationen vielleicht ein wenig zu hoch geschäzt wurden; nun geht daraus hervor, daß die Quantitäten der Wirkung des Wassers, die aus diesen Verhältnissen abgeleitet werden, ebenfalls ein wenig größer, als die wahren, zu werden; der Fehler, wenn anders einer vorhanden ist, wird