Text-Bild-Ansicht Band 19

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Fällen angehören; so daß man Grund hat zu glauben, daß für ein besser gebautes Rad die Ergebnisse weit stärker ausgefallen seyn würden.

55) Man wird jedoch bemerken, daß für eine und dieselbe Oeffnung des Schuzbrettes die Wirkung, welche das Rad mit krummen Schaufeln gibt, sich in dem Maße etwas vermindert, als die Höhe des Wassers in dem Behälter, oder die Geschwindigkeit im Laufe zunimmt! dieß hängt wahrscheinlich, davon ab, daß der Verlust an Kraft durch den Widerstand des Wassers gegen die Krummen selbst beträchtlicher wird: da aber auf der anderen Seite, dieser Verlust in derselben Zeit abnehmen muß, als die Wassermasse zunimmt, so kann man mit Grunde annehmen, daß die Ergebnisse im Großen für ein Rad der nämlichen Art wenigstens eben so vortheilhaft seyn werden, wie im Kleinen; so daß man die Zahl 0,75 zur Darstellung des Verhältnisses der Quantitäten der Wirkung, welche das Rad und Wasser bei kleinen Fällen und starkem Verbrauche liefern, annehmen kann; z.B. für Fälle unter 2 Fuß mit Oeffnungen des Schuzbrettes von 15 bis 25 Cent. Höhe; während man für dieses nämliche Verhältniß in dem entgegengesezten Falle eines großen Falles oder einer kleinen Oeffnung des Schuzbrettes nur die Zahl 0,65 sezen kann.

Wenn man übrigens das Spiel im Laufe in Rechnung bringen wollte, so könnte man, ohne sich sehr von der Wahrheit zu entfernen, die Zahl 0,80 für die kleinen, und 0,70 für die großen Geschwindigkeiten nehmen.

56) Man wird sich bei diesen verschiedenen Gegenständen erinnern, daß bei der eigenthümlichen Beschaffenheit der Vorrichtung, welche wir gebraucht haben, es uns unmöglich war, Versuche über viel stärkere Wasserhöhen, als 24 Centimetern, anzustellen, indem (8 und 13) das Wasser dann aufgehört haben würde, auf das Rad die ganze Wirkung zu äußern, deren es fähig ist. Wir verhehlen uns übrigens nicht, daß diese verschiedenen Ergebnisse durch Versuche, die mehr im Großen angestellt werden müssen, bestätigt werden wollen, und dieß nehmen wir uns auch vor zu thun, sobald sich eine günstige Gelegenheit dazu darbiethen wird.

Da sich überdieß diese Ergebnisse einzig auf die Quantitäten der Wirkung des Rades beziehen, verglichen mit jenen absoluten des Wassers in dem Augenblike, wo es auf dieses Rad