Text-Bild-Ansicht Band 19

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20° Höhe haben würde; so wird man finden, daß der ganze Fall, vom Niveau des Behälters an bis unter das Rad, 1m,50 + 0m,10 + 0m,07 = 1m,67 seyn wird: da dieser Fall sich also auf 1m,50 reducirt findet, was eigentlich der Geschwindigkeit des Wassers im Laufe zukommt; so wird die Quantität der gegen das Rad verbrauchten Wirkung nicht mehr als 1,50/1,67 = 0,899 von derjenigen seyn, welche dem ganzen Falle 1m,67 zusteht.

Wir haben gesehen (55), daß das Rad 0,75 dieser Quantität an Wirkung leisten konnte; es wird sich also die Quantität der wirklich benüzten Wirkung auf 075.0,899 = 0,674 zurükgeführt finden, d.h. auf ungefähr 2/3 der Quantität der Wirkung, die dem ganzen Falle des Wassers zukommt: ein Verhältniß, das wahrscheinlich jenes, welches durch die gewöhnlichen Eimer-Räder geliefert würde, in dem einzelnen Falle, um den es sich hier handelt, übertrifft, und welches, mit größerem Grunde, jenes der sogenannten Seitenräder übertrifft.

61) Wenn wir nun annehmen, daß, wenn übrigens alle anderen Daten die nämlichen bleiben, die Oeffnung des Schuzbrettes allein geändert, und auf 10 Cent. zurükgeführt ist; so wird man durch ähnliche Berechnungen, wie die vorhergehenden, und bei einem Abhange des Laufes von Einem Zehntel, welcher auch hinlänglich scheint, um dem Wasser seine Geschwindigkeit zu erhalten, finden, daß die Quantität der Geschwindigkeit, welche dem Wasser erhalten wird, 1,50/1,69 = 0,888 der Quantität der Wirkung des ganzen Falles seyn wird; da nun das Rad nur 0,65 nach N°. 55. überträgt, so steht man, daß der wirklich gebrauchte Theil 0,577 der Quantität der Wirkung seyn wird, welche dem ganzen, Falle zukommt.

Die Verhältnisse, welche man fand, würden überdieß ein wenig mit den Höhen des Wassers im Behälter zunehmen, weil der Einfluß der Oeffnung der Schleuse schwächer seyn würde: z.B. für die Fälle von 2m würden sie respective ungefähr 0,7 und 0,6 werden: nichts destoweniger muß man diese Zahlen als Gränzen betrachten, welche man nicht überschreiten darf, weil der Widerstand, den das Wasser in dem Laufe leidet, mit der Höhe oder Geschwindigkeit zunehmen muß.

62) Um ungefähr zu sehen, was diese Zahlen bei kleinen Wasserhöhen im Behälter werden, z.B. bei Höhen von 0,80;