Text-Bild-Ansicht Band 19

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durch den Dekel steigt von dem Boden herauf eine Röhre, die daselbst auf einem Zapfen, oder auf einer Spize so ruht, daß sie leicht umher gedreht werden kann. Aus dem oberen Theile derselben, gerade unter dem Dekel, treten zwei oder mehrere Röhren unter rechten Winkeln hervor, die beinahe bis an die Seiten des Gefäßes reichen, und an ihrem unteren Theile mit einer Menge kleiner Löcher versehen sind.

Die obere Abtheilung dieses Gefäßes über der Scheidewand ist mit einer Menge kleiner Reiser, wie Besenreiser, bis zur Höhe der Seitenröhren hinauf, die untere bis auf fünf sechs Zoll von der Scheidewand mit der Essig-Flüßigkeit ausgefüllt. Durch den oberen Theil dieser Flüssigkeit läuft eine Röhre „aus Zinn-Composition“ (pewter), durch welche man Dampf ziehen läßt, um die Temperatur der Flüßigkeit bis auf den gehörigen Grad, zwischen 80 und 100° Fahrenh., (leztere findet der Patent-Träger besser), zu erhöhen. In den Theil des Gefäßes zwischen der Flüßigkeit und der Scheidewand tritt eine Röhre von außen ein, um der Luft Durchzug zu verschaffen, welcher Durchzug dadurch veranlaßt werden kann, daß man entweder die Luft auszieht, oder mittelst eines Blasebalges, den man an der Röhre oder oben zwischen dem Dekel und den Reisern anbringt, einbläst. In dem lezten Falle muß der Dekel vollkommen luftdicht schließen, und in dem ersteren hinlänglich offen seyn, um soviel Luft durchzulassen, als in beiden Fällen, so wenig als möglich diejenige Menge Luft überschreiten darf, welche die Essig-Flüßigkeit nöthig hat, um jenen Sauerstoff zu erhalten, sieht, daß die in dem Gefäße enthaltene Luft ihren Sauerstoff verloren hat, wenn eine in dieselbe gebrachte Kerze oder Lampe nicht mehr brennt.

Die Pumpe wird in dem auf obige Weise zugerichteten Apparate entweder mit der Hand, oder durch Maschinen getrieben, und zu gleicher Zeit gedreht, damit die Flüßigkeit, welche aus den Röhren ausfließt, eben auf alle Reiser auffällt: die Luft wird aus denselben auf die oben beschriebene Weise langsam ausgezogen.

Auf diese Weise wird der Essig in 15 bis 20 Tagen, wie der Patent-Träger versichert, fertig.

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Das Repertory bemerkt, daß der Grundsaz dieses Apparates zwar gut ist, die sich drehende Pumpe aber bei der Arbeit,