Text-Bild-Ansicht Band 78

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In der Fabrik von Butterworth und Brooks wird häufig bei mehrfarbigem Farbendruk zugleich mit den Metallwalzen für schwere Farbenpartien eine hölzerne Walze mit ausgeschnittenen oder eingesezten hölzernen Figuren angewandt. Diese werden auf folgende Art mit Farbe versehen.

Die Walze e, Fig. 31, lauft in der Farbe, und theilt diese der mit Tuch überzogenen Walze d mit. Zwischen o und d läuft ein Tuch ohne Ende. Dieses nimmt von d einen Theil der Farbe auf. Die Farbe wird durch die Walze c nochmals gleichmäßig auf dem Tuche vertheilt; das Tuch geht sodann durch die Walze a und b, von welchen a die hölzerne Drukwalze ist, und dadurch Farbe aufnimmt.

Viele Sachen, die man auf dem Continent durchaus für Handdruk hält, sind, wie gesagt, Maschinendruk, wobei jedoch bei manchen die Muster ganz aus freier Hand gravirt werden. Man sieht auf diese Art viel Weiß und Orange für dunkelblaue Küpenwaare druken.

Zum Troknen der auf der Maschine gedrukten Waare wird in allen englischen Fabriken eine ungleich größere Hize, als bei uns auf dem Festlande für gut gehalten wird, angewendet. Dieß geschieht entweder über Dampfkästen von Gußeisen, worüber das Stük unmittelbar aus der Maschine geführt wird, und die wie Fig. 32 zeigt, nebeneinander gestellt sind, oder es geschieht auch im Hot-Flue, oder auch durch erhizte Luft, indem in einem durchbrochenen eisernen Boden, welcher der Feuersgefahr halber durchgängig gefunden wird, ein hohler Raum sich befindet, der durch über dem heizenden Feuer liegende, zum Glühen gebrachte Kupferbleche (manchmal auch Eisenbleche, oft auch eiserne Röhren) geheizt wird, und die Hize durch den durchbrochenen eisernen Boden dem Trokenraume abgibt, der immer über 50° R. hat. Die Waaren, diesen Trokenraum verlassend, stürzen sich dann in einem luftigen Zimmer auf die einfachste Weise von selbst, und werden dann 5 bis 6 Tage darin hängen gelassen, wodurch die Essigsäure verflüchtigt, und mehr basische Salze mit der Faser verbunden gebildet werden. Dieses lange Hängen betrachtet man mit Recht als unumgänglich nothwendig, um unter dem zugleich mitaufgedrukten schweren Grunde hervor beim Krappfärben ein intensives Schwarz zu erhalten.

Für die auf der Maschine gedrukte Waare trifft man sehr große Hängen an. Lloyd und Price besizen eine derselben von 2000 Stüken Inhalt. Dieses Haus ist auch wohl das einzige in England, in welchem eine Perrotine angetroffen wird.

Die Hot-Flues, theils zum Troknen der auf der Walzendrukmaschine